Ein Spieler von Eintracht Ickern ist nunmehr zum zweiten Mal zum VfB Habinghorst gewechselt. © Volker Engel
Fußball-Kreisliga A

VfB Habinghorst: Pendler von Eintracht Ickern ist wieder im Habichthorst gelandet

Im Fußball sind sie ein bekanntes Phänomen: die Wandervögel. Dann gibt es aber auch noch die ganz besondere Spezies Wandervogel, die zwischen zwei Vereinen hin und her pendelt.

Bei den Kreisliga-A-Fußballern des VfB Habinghorst hat für die Saison 2021/22 ein Spieler angeheuert, der vor nicht allzu langer Zeit schon einmal da war. Eintracht Ickern und VfB Habinghorst sind die bevorzugten Adressen des Kickers.

Exzellenter Zweikämpfer ist wieder beim VfB Habinghorst

Hüseyin Dündar hat sich offenbar in beide Klubs verliebt, die mit ihren Sportplätzen nur drei Kilometer voneinander entfernt sind. Im Jahr 2019 wechselte er nach drei Jahren bei der Eintracht zum VfB, um 2020 wieder Retour zur Eintracht zu gehen. Nun für die Saison 2021/22 landet er erneut beim VfB Habinghorst. Und 2022?

„Was 2022 ist, weiß ich natürlich nicht. Ich bin aber erst einmal froh darüber, dass Hüseyin Dündar in der nächsten Saison wieder für uns spielt“, sagt VfB-Trainer Marc Olschewski. Der Rechtsverteidiger mit Offensiv-Drang sei ein exzellenter Zweikämpfer, bringt Olschewski die Dündar-Qualitäten auf den Punkt. „Gefühlt ist Hüseyin nur 1,50 Meter groß, im Zweikampf ist er aber einer der Besten. An ihm kommt so schnell keiner vorbei“, so der VfB-Trainer.

Dass Dündar in den letzten Jahren ständig zwischen Eintracht Ickern und dem VfB Habinghorst hin und her gependelt ist, hat einen Grund: Freundschaft. Olschewski erklärt: „Hüseyin ist von uns zur Eintracht nur wieder zurück gewechselt, weil dort sein bester Freund Enes Caliskan spielt.“

Hüseyin Dündar im Trikot von Eintracht Ickern. © Eintracht Ickern © Eintracht Ickern

Und nun der erneute Sinneswandel – nicht auf den Spuren des Freundes? „Jedenfalls gibt es bis jetzt keinerlei Kontakte zwischen uns und Enes Caliskan“, versichert Trainer Olschewski. Wenn Caliskan jedoch den Wunsch verspüren sollte, mit seinem Freund Hüseyin weiterhin zusammen in einer Mannschaft zu spielen, sei er beim VfB Habinghorst willkommen. „Caliskan würde ich sofort nehmen – der kann etwas über die Flügel bewirken“, macht Olschewski aus seinem Herzen keine Mördergrube.

Und auch bei einer anderen fast schon unendlichen Wechsel-Geschichte um einen Fußballer hat der VfB-Trainer dieser Tage Tacheles geredet: „Ich habe Timo Springwald gesagt, dass er sich keine Gedanken mehr machen muss, ob er zu uns kommen möchte, oder nicht – wir wollen ihn nicht mehr.“

Dieses ewige Hin und Her von Timo Springwald sei zu nervig geworden, so Olschewski, der mit seinem „Nein“ zum Offensivspieler nun Planungssicherheit hergestellt hat. „Ich wollte nicht erst beim Trainingsauftakt zur neuen Saison feststellen, dass Timo Springwald doch nicht bei uns ist.“

„Wir als Verein, und auch ich als Trainer, müssen uns nicht krumm machen für einen Spieler, der nicht weiß, was er will. Zeit genug zum Überlegen haben wir Timo gegeben. Jetzt kommt dieser Wechsel für uns nicht mehr in Frage“, haben Marc Olschewski und der VfB Habinghorst konsequent ein Schlussstrich unter die Akte Springwald gezogen.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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