Bislang nur einen Neuzugang von einem anderen Verein hat Aytac Uzunoglu, der Trainer des SV Wacker Obercastrop. © Marcel Witte
Fußball-Westfalenliga

Wacker Obercastrop lässt den Spielermarkt links liegen

Der Fußball-Westfalenligist SV Wacker Obercastrop zieht für die Saison 2021/22 nicht mehr mit dem Einkaufswagen durch den Spielermarkt. Trotz Abgängen ist der Kader wie in Stein gemeißelt.

Während sich an vielen anderen Stellen die Sportlichen Leiter und Trainer die Finger wund telefonieren, um neue Spieler an die Angel zu bekommen, sieht das beim Fußball-Westfalenligisten SV Wacker Obercastrop anders aus.

Stärke bereits unter Beweis gestellt

Wie jetzt Trainer Aytac Uzunoglu bestätigte, vertraut er voll und ganz auf die Spieler aus eigenem Hause: „Wir wissen was wir an den Jungs haben, die haben erst die sieben Spiele in der Westfalenliga bis zur Corona- Absetzung gespielt und haben natürlich Lust auf mehr.“

Ihre Klasse haben die Wackeraner mit fünf Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage bei 9:1 Toren als Aufsteiger unter Beweis gestellt. So hatte der Sportliche Leiter Alexander Wagener ja auch keine großen Schwierigkeiten, das Gros der Akteure für die Saison 2021/22 an den Verein zu binden. Coach Uzunoglu sagte dazu: „Das war unser Bestreben. Wir wissen, was wir an unseren Spielern haben. Die Mannschaft ist einfach sportlich und menschlich zusammengewachsen.“

Mit vier Talenten aus der eigenen A-Jugend, Tim Böing, Philip Wielsch, David Lewandowski und Marc Schatterny, stehen für die kommende Saison 25 Cracks fest. „Natürlich halten wir die Augen weiterhin offen, sollte es noch einen Kracher geben. Aber unsere Spieler haben unser gemeinsames Vertrauen“, erwähnte der Obercastroper Fitmacher.

Derzeit gibt es in Marvin Kröger nur einen externen Neuzugang, der für Nils Gehrmann als zweiter Torwart neben David Scholka verpflichtet wurde. Gehrmann wird einer von jetzt drei feststehenden Abgängen nach dieser Saison sein. Dazu erklärte Uzunoglu: „Nils will mehr Zeit für sein Studium aufbringen, Sebastian Freyni, der zum SSV Buer geht, hatte einige Verletzungen und möchte aus familiären Gründen kürzertreten. Bei Sascha Schröder, der zum SV Hilbeck gegangen ist, ist es so, dass er nach Neheim-Hüsten gezogen ist.“

Dass drei Positionen aus dem Kader noch offen sind, macht niemanden in der Erin-Kampfbahn nervös. Beim jungen Offensivspieler Ramin Shabani ist es so, dass er mehr Einsatzzeiten haben möchte, die ihm Uzunoglu allerdings nicht versprechen kann: „Der Kader ist einfach zu stark – und der Junge muss noch einiges lernen.“

Bakir Basic würde der Wacker-Coach mit „Kusshand“ zurücknehmen, wenn es bei den A-Junioren von RW Essen (Bundesliga) nicht klappen sollte. Uzunoglu erzählte dazu: „Vielleicht hat er ja Lust bei den Senioren in unserem Westfalenliga-Team noch Erfahrungen zu sammeln.“

Bei Jürgen Duah, der mit einem Achillessehnenriss ausfiel, ist das anders. Auch ihn würde Uzunoglu mit offenen Armen empfangen: „Wir müssen abwarten, wie er die Verletzung überwindet. Darüber hinaus ist er in einer Ausbildung und möchte mehr Zeit für die Familie aufbringen.“

Und den Grund „Familie“ kann Aytac Uzunoglu gut verstehen. Als ihn der Reporter unserer Redaktion bei gewöhnlich bester Anstoßzeit erreichte, hatte er gerade Kuchen gekauft und war auf dem Weg zu seiner Mutter.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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