Freiburgs Trainer Christian Streich ist für seine Emotionalität bekannt - über seinen Einfluss im Castroper Fußball weiß man hingegen weniger. © picture alliance/dpa
Fußball

Was Christian Streich mit einem Castroper Fußball-Klub zu tun hat

Ein Castroper Trainer hat große Pläne. Seit letzter Woche ist er Besitzer der Fußball-B-Lizenz und erklärt, welche Rolle Freiburgs Christian Streich in seinem Leben spielt.

Ein Trainer im Castrop-Rauxeler Fußball ist seit einer Woche Inhaber einer B-Lizenz. Mit der dürfte er bereits jetzt in der Herren-Oberliga oder der zweiten Bundesliga der Frauen trainieren. Für den Coach soll diese Stufe aber nur eine Zwischenstation sein – er hat mehr vor und wird dabei vor allem von Christian Streich und Julian Nagelsmann beeinflusst.

Die Rede ist von Jimmy Thimm. Der 36-Jährige trainiert derzeit die zweite Mannschaft des FC Frohlinde und hat am vergangenen Freitag seine Resultate der Prüfung zur Trainer-B-Lizenz erhalten. „Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden, ich habe mit „gut“ bestanden“, freut sich Thimm. Neben der Benotung enthielt das Schreiben außerdem eine Einladung.

Denn: Bei entsprechend guten Ergebnissen in der B-Lizenz-Prüfung, ist die Ausbildung auf der nächsten Stufe im Trainerwesen möglich. „Das wäre dann die „DFB-Elite-Jugend-Lizenz“, erklärt Thimm, „damit darf man zum Beispiel in den Nachwuchsleistungszentren arbeiten“.

Thimm will auf jeden Fall auch die nächste Lizenz machen

Dieses Ziel verfolge der Frohlinde-Coach – zumindest mittel- bis langfristig. Denn an die nächsthöhere Lizenz sind einige Voraussetzungen gebunden, die Thimm derzeit nicht erfüllen kann: allen voran der Nachweis einer mindestens einjährigen Tätigkeit mit B-Lizenz.

„Ich habe auf jeden Fall vor weiterzumachen“, bekräftigt Thimm, „Zeitdruck habe ich allerdings nicht“. Stattdessen wolle er sich nun wieder voll auf die Arbeit mit seinen Spielern konzentrieren.

Doch eines ist klar: Mit der neuen Lizenz in der Tasche und dem Plan für weitere im Hinterkopf, wird Thimm nicht auf ewig in der Kreisliga A trainieren wollen. „Ein kleiner Traum von mir ist es, vielleicht irgendwann in einem Nachwuchsleistungszentrum des DFB zu arbeiten“, verrät Thimm. „Es würde mich sehr reizen, junge Spieler auf ihrem Weg zu begleiten und zu fördern.“

Jimmy Thimm hat noch einiges vor in seiner Trainer-Laufbahn. © Engel © Engel

Der 36-Jährige weiß auch ganz genau, was ihn an dieser Tätigkeit besonders fesselt: „Meiner Erfahrung nach sind ambitionierte Jugendspieler oft noch lernwilliger und bissiger als zum Beispiel ein 24-Jähriger, der in der Landesliga kickt.“

Thimm hat prominente Vorbilder aus der Bundesliga

Mit Frohlinde geht Thimm nun in die vierte Saison und hat in diesem Zeitraum gemerkt, wie sich auch sein eigenes Bild vom Trainer-Job verändert hat. „Als ich angefangen habe, wusste ich noch überhaupt nicht, was da alles möglich ist, wieviel Einfluss man nehmen kann.“ Beeindruckt haben ihn nicht nur die Lehrgänge bei der Trainer-Ausbildung („da habe ich richtig viel mitgenommen“), sondern auch seine prominenten Vorbilder.

„Ganz klar Christian Streich“, lautet Thimms Antwort auf die Frage, welchen Bundesliga-Trainer er gerne kennenlernen würde. „Der ist natürlich vor allem wegen seiner Emotionalität bekannt, aber was der fußballerisch alles erarbeitet -das ist schon der Wahnsinn.“ Trotz regelmäßiger Abgänge von Leistungsträgern schaffe er es immer wieder, eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen: vor allem mit Spielern aus der Jugend. „Die brennen für ihren Trainer und laufen bis zum Umfallen“, so Thimm, „von ihm kann man sich viel abgucken“.

Auch Julian Nagelsmann imponiert

Neben Streich gehört Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann zu seinen Vorbildern. „Bei ihm hat es mir von Beginn an imponiert, wie er trotz seines jungen Alters so überzeugt von sich und seiner Art des Fußballs ist“, erklärt Thimm.

Mit Überzeugung will auch Thimm seinen weiteren Weg als Trainer gehen. Die Stationen: Ein Jahr mit der B-Lizenz trainieren, im Anschluss die DFB-Elite-Jugend-Lizenz erreichen – das würde ihn seinem Traum-Job noch einen Schritt näher bringen.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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