Ob Bernad Gllogjani (M.) und der SV Schermbeck kommende Saison gegen die SG Finnentrop/Bamenohl spielen? Die Sauerländer gehören zur Staffel, doch ab die geteilt wird, ist noch offen. © Joachim Lücke

Der SV Schermbeck rechnet mit einer zweigeteilten Oberliga

An diesem Donnerstag tagt der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen. Zentrales Thema: eine mögliche Zweiteilung der Oberliga.

In der Saison 20/21 war die Oberliga Westfalen voll. Rappelvoll. 21 Mannschaften hätten bei normalem Saisonablauf 40 Spiele pro Team bedeutet. Schon das wäre eine organisatorische Herausforderung und eine Belastung für Clubs und Spieler gewesen. Die Corona-Pandemie sorgte endgültig dafür, dass eine Wertung der Spielzeit völlig illusorisch wurde.

Das gab und gibt den Verantwortlichen zu denken. Denn in der kommenden Saison ist die Oberliga Westfalen wieder voll. Rappelvoll. Erneut treten 21 Mannschaften an, um den oder die Aufsteiger zur Regionalliga zu ermitteln. Deshalb soll im VFA nun diskutiert werden, welcher Spielmodus am ehesten geeignet ist, um bei einer neuerlichen Saisonunterbrechung eine Wertung zu ermöglichen. Eines der möglichen Modelle: die Zweiteilung der Liga.

“Das wäre sicherlich sinnvoll, wenn man auf die Erfahrungen der vergangenen Saison blickt“, meinte am Dienstag der 2. Vorsitzende des SV Schermbeck, Thorsten Schröder, im Gespräch mit unserer Redaktion. Durch eine Aufteilung habe man im Falle eines Falles einfach mehr Optionen: „Denn der ein oder andere Corona-Fall ist ja immer möglich. Schließlich gehören die Spieler zu keiner der Priorisierungsgruppen. Wenn man jetzt hört, dass die Erstimpfungen mangels Impfstoff erst einmal pausieren müssen, werden im September sicher noch viele ungeimpfte Spieler dabei sein.“

Durch eine Teilung könne der Stress reduziert werden, „wenn wir für eine Wertung wieder eine 50-Prozent-Marke an Spielen erreichen müssten“, meint Schröder.

Salha will gegen jeden Gegner einmal spielen

Schermbecks Trainer Sleiman Salha sieht es ähnlich. Allerdings würde er ein anderes Spielmodell vorziehen: „Ich würde gerne gegen jedes Team der Liga einmal spielen.“ Eine einfache Hinrunde also, eventuell mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde. Ein Modus, den sich auch andere Oberliga-Vereine vorstellen könnten. Das signalisierten zum Beispiel der Holzwickeder SC und die SpVgg Vreden. Eine „normale“ Hin- und Rückrunde mit einer Gruppe von 21 Mannschaften scheint für die VFA-Sitzung am Donnerstag also als das unwahrscheinlichste Ergebnis.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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