Die U17-Juniorinnen des SSV Rhade müssen am Samstag in Speyer antreten. Denn die U17-Bundesliga setzt ihren Spielbetrieb unter 2G-Bedingungen fort. © Joachim Lücke
Fussball

Die Bundesliga spielt weiter – haben Rhades U17-Juniorinnen jetzt ein Problem?

Anders als für ihre Altersgenossen auf Kreisebene geht die Saison die U17-Juniorinnen des SSV Rhade in der Bundesliga West/Südwest erst einmal weiter. Natürlich unter 2G-Bedingungen. Ein Problem?

Während der Spielbetrieb für A- und B-Junioren vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen auf Kreisebene ausgesetzt wurde, weil die Impfquote in diesen Jahrgängen zu niedrig ist und deshalb viele Akteure nicht mehr teilnehmen dürften, läuft die Saison in der U17-Bundesliga für die B-Juniorinnen des SSV Rhade weiter.

„Bei uns sind aber alle geimpft“, konnte Abteilungsleiter Dieter Müssner am Mittwoch auf eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion erklären. Und das gilt nicht nur für die Spielerinnen. „Trainer, Betreuer, Fahrer, Abteilungsleiter – alle haben kompletten Impfschutz“, sagte Müssner.

Für die immerhin noch vier vor der Winterpause angesetzten Spiele muss Rhade also wegen der neuen Vorgaben auf keine Spielerin verzichten. Ob das bei allen Teams der Liga so aussieht?

„Es wird sicherlich Fälle geben“, glaubt der Rhader Abteilungsleiter, verweist aber auf eine Abfrage der Liga, nach der 83 Prozent der Spielerinnen geimpft seien. „Dass die Regelung mit 2G kommen würde, war zuletzt ja abzusehen“, sagt Dieter Müssner weiter. Der SSV Rhade habe sich darauf vorbereitet, andere Vereine hätten das genauso tun können. Für andere werde es nun Einschränkungen geben: „Ungeimpfte verpassen nun mehrere Spiele, und selbst wer sich jetzt impfen lässt, könnte wegen der Wartezeiten nach erster und zweiter Impfung beim Wiedereinstieg der Liga Ende Februar noch nicht als Geimpft gelten.“

Derlei Sorgen hat der SSV wie gesagt nicht. Die Logistik der Impfkontrollen bereiten den Rhadern aber dieselben Probleme wie vielen anderen Vereinen auch. „Gerade beim Trainingsbetrieb wird es schwierig. Da muss ja jedes Elternteil, das ein Kind zum Platz bringt oder abholt, kontrolliert werden“, sagt Müssner.

Einen ersten Schritt zur Vereinfachung hat der SSV aber schon gemacht: „Wir kopieren die Impfzertifikate und sammeln sie ein, wie es auch die Arbeitgeber jetzt tun. Da müssen wir die Personen schon mal nicht mehr kontrollieren.“

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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