Motorsport

Rasante Entwicklung – 17-jähriger Dorstener startet in der DTM Trophy

Die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft hat mit der DTM Trophy seit drei Jahren eine eigene professionelle Talentschmiede. Neu dabei ist in diesem Jahr auch ein junger Dorstener.
Der Aston Martin Vantage AMR GT4 ist das Auto des Dorsteners Jacob Riegel für die DTM Trophy.
Der Aston Martin Vantage AMR GT4 ist das Auto des Dorsteners Jacob Riegel für die DTM Trophy. © Privat

Im Porsche Sportscup und in der ADAC GT4 Germany hat Jacob Riegel bereits erste Erfolge gefeiert. Jetzt wagt sich der 17-jährige Dorstener im Team „Speed Monkeys“ erneut auf die große Bühne des internationalen Motorsports.

In der DTM Trophy, der professionellen Talentschmiede der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM), bekommt er es mit Fahrern aus insgesamt elf Nationen zu tun. Sein Einsatzfahrzeug dabei: ein 470 PS starker, von einem V8 Biturbo befeuerter Aston Martin Vantage AMR GT4.

Ende März nahm Jacob Riegel an den offiziellen Trophy-Testfahrten in Hockenheim teil. Im badischen Motodrom erlebte er ein komplett neues, für ihn ungewohntes Fahrerlebnis. Nach den ersten Runden sagte er positiv überrascht: „Der Wagen hat ein relativ leichtes Heck und zeigt durch den Biturbo schon von unten heraus ein konstantes Beschleunigungsverhalten.“ Auch der Sound des Boliden sei „atemberaubend“.

Werkspilot von Aston Martin gab wertvolle Tipps

In Hockenheim konnte Riegel seine erste Referenzzeit schon bald nach unten drücken und sagte später: „Am meisten hat mich das sehr gute Handling des Wagens begeistert. Ich hatte sofort ein sicheres Gefühl.“ Dabei lernte er zunächst das leichte Heck am Kurvenausgang zu beherrschen, gewöhnte sich schnell an die 16 verschiedenen Knöpfe auf seinem Dashboard und bekam noch wertvolle Tipps von einem Aston-Martin-Werkspiloten.

Jacob Riegel steigt fürs Team „Speed Monkeys“ ins Cockpit.
Jacob Riegel steigt fürs Team „Speed Monkeys“ ins Cockpit.

Mit dem neuen Verständnis für das Verhalten der vorgeschriebenen Hankook- Reifen fuhr der junge Dorstener gleich schnellere Rundenzeiten und staunte: „Ich hätte nie geglaubt, dass man wirklich so spät bremsen kann und dann auch noch die Kurve kriegt.“

Für die ebenfalls empfohlenen späteren Gangwechsel musste Riegel eine gewisse persönliche Überwindungsschwelle durchbrechen, stellte aber dann schnell fest: „Es geht auch später und dann sogar schneller und besser.“

Simulator und Personaltrainer

Zur Vorbereitung auf die Trophy hat der 17-Jährige schon unzählige Simulatorrunden gedreht, zudem absolviert er ein speziell auf den Motorsport ausgelegtes Fitnessprogramm mit einem Personaltrainer und befasst sich auch intensiv mit Fahr- und Technikdetails. Dabei vertraut er auf sein erfahrenes Team, das ihn mit starkem technischen Support unterstützt.

In dem illustren, stark besetzten Starterfeld finden sich mit BMW, AMG MB und Porsche die absoluten Topmarken im weltweiten GT Sport. Dazu versprechen die Austragungsorte mit dem Traditionsstrecken von Imola, Spa, dem Red Bull Ring, Hockenheim, der Lausitz und dem legendären Norisring heiße Rad-an-Rad-Duelle.

Jacob Riegel ist überzeugt: „Die DTM Trophy ist eine absolut coole Plattform mit einer großen medialen Reichweite.“ Dabei reizt ihn am meisten der Modus der Serie, in der jeder Fahrer für sich alleine einfach 30 Minuten Vollgas ohne Boxenstop fährt.

Zum ersten Start in der Lausitz vom 20. bis 22. Mai reist Riegel selbstbewusst, aber auch mit Respekt an: „Es wird verdammt schwer werden, denn die Konkurrenz ist sehr stark und hat auch zum Teil schon längere Erfahrung.“

Doch der Start in dieser Serie ist ein absoluter Traum für ihn: „Danke an meine Familie und an meine Sponsoren, die das möglich machen.“

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