Sophie Gromann will mit dem deutschen Team bei der EM einen einstelligen Platz erreichen. © Privat
Wasserball

Ein Traum wird wahr – Sophie Gromanns Weg führte vom Schermbecker Solebad bis zur EM nach Sibenik

Für die Schermbeckerin Sophie Gromann geht mit der Teilnahme an der U17-Europameisterschaft in diesen Tagen ein Traum in Erfüllung.

Letzte Feinabstimmung ab Montag in Athen, dann am Donnerstag die Weiterreise zur EM im kroatischen Sibenik und schließlich an diesem Samstag das erste Spiel gegen Rumänien – die junge Schermbeckerin Sophie Gromann erlebt gerade aufregende Tage.

Karriere begann beim WSV Schermbeck

Begonnen hat die 17-Jährige ihrer Karriere einst beim Wassersportverein Schermbeck. Dort war sie eines der wenigen Mädchen in den ansonsten männlichen Nachwuchsmannschaften. 2018 wechselte sie dann – zunächst noch mit Zweitspielrecht für den heimischen WSV – zusammen mit Charlotte Herrschaft zum SV Bayer Uerdingen 08 und reihte dort einen Erfolg an den anderen, darunter die Deutsche Meisterschaft mit der U16 im Sommer 2019 und der U20 ein Jahr später.

Die Trainer der NRW-Auswahl wurden schon früh auf das Schermbecker Duo aufmerksam. Sophie Gromann spielt inzwischen schon in der ersten Damenmannschaft des SV Bayer 08 mit, und ihre Leistung im diesjährigen Finale um die Deutsche Meisterschaft, in dem Uerdingen in drei spannenden Spielen den Wasserfreunden Spandau unterlag, überzeugte dann auch Bundestrainer Sven Schulz.

Er berief sie in den erweiterten Kader der U17-Nationalmannschaft, und bei Lehrgängen in Warendorf, Chemnitz, Bochum und Prag sowie bei einem Vorbereitungsturnier in Athen erkämpfte sich Sophie Gromann einen der 14 Plätze im Team für die EM 2021 in Kroatien.

Intensive Vorbereitung mit den „Gegnerinnen“

Die Vorbereitung war intensiv und begann unmittelbar nach dem DM-Finale. „Ich falle jeden Abend müde ins Bett“, sagte Sophie Gromann seinerzeit, aber auch: „Es macht sehr viel Spaß. Ich arbeite an mir selbst, aber auch daran, mit den Spielerinnen, die sonst Gegnerinnen waren, ein Team zu werden.“

Am Montag dieser Woche startete das deutsche Team zur letzten Feinabstimmung nach Athen, am Donnerstag ging es weiter zum EM-Spielort Sibenik an der kroatischen Adriaküste. Dort strebt die deutsche Mannschaft einen einstelligen Platz im Endklassement an. In der Gruppe C mit Russland, Rumänien, Kroatien und Malta sollte es dazu einer der ersten drei Plätze werden, denn dann stünde Deutschland im Achtelfinale.

Sophie Gromann und Co. treffen zunächst auf Rumänien (21. August, 21 Uhr), dann auf Malta (22. August, 12 Uhr), Gruppenfavorit Russland (23. August, 10.30 Uhr) und schließlich auf Gastgeber Kroatien (24. August, 19.30 Uhr). Die Spiele werden auf der Homepage des Veranstalters live gestreamt.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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