Linda Puppendahl und die Regionalliga-Damen des TC Deuten hätten die Sommersaison lieber nach einem anderen Modus bestritten. © Joachim Lücke
Tennis

Endlich wieder Saison – aber der TC Deuten ärgert sich

Am 13. Juni startet die Regionalliga-West der Damen in die neue Saison. Beim TC Deuten könnte die Vorfreude größer sein, denn einige Entscheidungen des Regionalliga-Ausschusses stoßen in Deuten auf Unverständnis.

Die neun Teams der Liga werden aufgrund der Pandemie in zwei Gruppen aufgeteilt. Deuten wurde in die Vierer-Gruppe gelost und hat nur ein Heimspiel. „Wir hätten uns eine Verschiebung nach hinten gewünscht. Man hätte wie auch wie in den Verbänden bis in den September spielen können. Die Liga wird aus unserer Sicht unnötig schnell abgewickelt“, sagt Deutens 1. Vorsitzender Jan-Henning Janowitz.

Nach dem Heimspiel am 13. Juni um 11 Uhr gegen Union Münster II tritt Deuten am 20. Juni in Bonn an, danach folgt am 27. Juni das Auswärtsspiel in Aachen. „Die Regionalliga-Heimspiele werden von vielen Tennis-Fans aus Dorsten und den umliegenden Städten besucht. Uns gehen nicht nur drei tolle Heimspiel-Tage mit einer tollen Atmosphäre verloren, sondern natürlich auch viele Einnahmen“, bedauert Janowitz die Entscheidung der Regionalliga für den Gruppenmodus.

Jan-Henning Janowitz
Jan-Henning Janowitz hätte sich andere Entscheidungen gewünscht. © WTV © WTV

Je nachdem, wie Deuten in der Gruppe abschneidet, geht es am 21. und 22. August auf einer noch zu bestimmenden Anlage um den Auf- oder Abstieg. Obwohl selbst in der Ausschreibung der Regionalliga von einer Endrunde die Rede ist, wurden die Regeln des Deutschen Tennis Bundes (DTB) für Endrunden gegen die Stimmen des Westfälischen Tennisverbandes außer Kraft gesetzt. So dürfen in der Endrunde nun auch Spielerinnen zum Einsatz kommen, die in der Gruppenphase gar nicht gespielt haben.

Normalerweise besagt die DTB-Regel, dass in Endrunden nur Spielerinnen zum Einsatz kommen dürfen, die vorher mindestens zwei Einsätze hatten. „Hier wird Klientel-Politik für die Vereine gemacht, die sich jederzeit mit viel Geld ausländische Spielerinnen für die entscheidenden Spiele einfliegen lassen können. Aus unserer Sicht ist das kein fairer Wettbewerb mehr“, sagt Janowitz.

Aus sportlicher Sicht ist das erste Heimspiel gegen Union Münster II trotzdem ein Highlight. Da die zweite Bundesliga erst im August startet, wird Münster voraussichtlich mit einem großen Teil des Zweitliga-Kaders in Deuten auflaufen. In einer normalen Saison hätte Deuten den Sieg gegen die Aufsteigerinnen fest eingeplant, nun ist im westfälischen Derby der Gast turmhoher Favorit. Der TC Deuten freut sich auf das Debut von Franziska Kommer, die bereits in der abgesagten Wintersaison für den Club von der Birkenallee auflaufen sollte.

“Talente aus der Region fördern“

Auch wenn der Klassenerhalt in diesem Jahr aufgrund der Umstände ein sehr schwieriges Unterfangen wird, blickt der Verein optimistisch nach vorne. „Unsere grundsätzliche Ausrichtung ist nicht davon abhängig, ob wir in der Regionalliga oder der Westfalenliga spielen. Wir möchten junge Spielerinnen aus unserer Region fördern und unseren Kader nicht aus halb Europa einfliegen lassen. Das ist nachhaltig und schafft Identifikation bei Mitgliedern, Fans, Sponsoren und auch innerhalb einer Mannschaft“, so Janowitz.

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