Nils Fabisiak (r.) stand beim wichtigen 1:0 goldrichtig, wurde von Hendrik Löbler aber auch mustergültig bedient. © Ralf Pieper
Fussball

Fast eine Stunde in Unterzahl – trotzdem darf RW Deuten am Ende jubeln

Der SV Rot-Weiß Deuten durfte am dritten Spieltag den ersten Saisonsieg feiern. Und das, obwohl die Mannschaft beim 2:0 gegen Borussia Dröschede fast eine Stunde in Unterzahl spielen musste.

Es war wie beim ersten Saisonheimspiel gegen Brünninghausen: Westfalenligist SV Rot-Weiß Deuten bestimmte gegen Borussia Dröschede das Spiel, hatte auch gute Torchancen, doch die verdiente Führung wollte einfach nicht fallen. Und dann kam es wieder knüppeldick für die Rot-Weißen.

Nils Falkenstein wusste sich in der 35. Minute gegen seinen Gegenspieler nicht anders zu helfen, als ihn festzuhalten. Der Dröscheder hätte freie Bahn zum Tor gehabt, Falkenstein war letzter Mann, ein anderer Gästestürmer lauerte schon auf das Zuspiel – der Schiedsrichter hatte also keine andere Wahl, als den Deutener für seine Notbremse mit Rot vom Platz zu stellen. Wieder schienen RWD die Felle davon zu schwimmen.

Doch die Mannschaft zeigte die richtige Reaktion. „Schon in den Minuten bis zur Halbzeitpause haben die Jungs das super gemacht“, sagte Trainer Markus Falkenstein nach Spielende: „Wir haben im gesamten Spiel im Grunde keine Torchance zugelassen, und das in Unterzahl. Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft.“

Auf die Chance gelauert

Nach vorne war es natürlich mit zehn Spielern gegen elf auch nicht einfach, aber die Deutener igelten sich keineswegs ein, sondern lauerten auf ihre Chance, und die kam in der 60. Minute. Kieron Ihnen nahm einen Steilpass auf und schien die Chance schon vertändelt zu haben, doch dann legte er den Ball doch noch quer auf Hendrik Löbler, und der hatte das Auge für den freien Nils Fabisiak, der am zweiten Pfosten nervenstark abschloss (60.).

Die Deutener Defensive stand auch danach sicher, und als die Gäste sich in der 84. Minute wegen Meckerns ebenfalls einen Platzverweis einhandelten, nutzte Jonas Weid die kurzzeitige Unordnung in Dröschedes Hintermannschaft zu einem sehenswerten Solo bis an die Grundlinie und bediente Thomas Swiatkowski, der zum 2:0 einschob (85.).

Das war die Entscheidung, denn Dröschede fiel auch weiterhin nach vorne nicht viel ein. Wie wichtig der Sieg auch für die Psyche war, war dem Deutener Jubel bei Spielende deutlich anzumerken.

RWD: Radüchel; Löbler (88. Gerner), Weid, Hubert, T. Goeke, J. Goeke, Frasheri, Fabisiak, Falkenstein, Pötter, Ihnen (60. Swiatkowski).

Tore: 1:0 Fabisiak (60.); 2:0 Swiatkowski (85.).

Rote Karte: Falkenstein (Deuten, 35., Notbremse).

Gelb-rote Karte: Gözütok (Dröschede, 84., Meckern).

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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