Der Nürburgring ruft - Moritz Oberheim fährt diese Saison wieder Porsche

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Moritz Oberheim
Ein Vorläufermodell (Foto) des neuen Porsche Cayman GT4 CS ist der Schermbecker Moritz Oberheim schon gefahren. An diesem Wochenende finden am Nürburgring die Test- und Einstellfahrten statt. © Horst Lehr
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Die neue Langstrecken-Saison auf dem Nürburgring kann kommen. Große Teile der Grand-Prix-Strecke und die Nordschleife sind frisch asphaltiert, Zuschauer ab dem 26. März erstmals wieder zugelassen, und Moritz Oberheim hat ein neues Auto.

Der Schermbecker fährt auch in diesem Jahr wieder für das Bremer FK Performance Team. Nach seinem BMW-Klassensieg in der vergangenen Saison wechselt er allerdings teamintern die Marke und startet nun auf einem der pfeilschnellen Porsche Cayman GT4 CS.

Moritz Oberheim
Moritz Oberheim freut sich auf die neue Saison und dankt seinen Sponsoren, dass sie sie möglich machen. © Horst Lehr

Sein neues Sportgerät aus der Cayman Modellreihe 718 wird von einem circa 420 PS starken 6-Zylinder-Boxer-Saugmotor mit 4 Liter Hubraum angetrieben. Die montierten Michelin-Pneus sorgen für eine optimale Kraftübertragung und harmonieren bestens mit der ausgefeilten Renntechnik des Boliden.

Für Moritz Oberheim ist das keine allzu große Umstellung, denn neben seiner langjährigen Erfahrung als Entwicklungsfahrer und Klassensieger auf den Vorgängermodellen hat er im vergangenen Jahr auch dieses Fahrzeug schon zu Abstimmungsfahrten bewegt.

Überzeugt sagt er: „Der Cayman ist im Vergleich zum M2 das klar bessere Rennauto“, und nennt vor allem die Bremsanlage als entscheidendes Detail: „Die Bremse lässt sich vor allem auch im Regen einfacher dosieren. Man kann sich damit auf dem Pedal regelrecht in die Kurve hineinbremsen“, gibt Oberheim weitere Einblicke in die ausgefeilte Fahrzeugtechnik des Boliden und erwartet bis zu 10 Sekunden schnellere Rundenzeiten als mit dem BMW M2 des Vorjahres.

Im Team mit Thorsten Wolter und Jens Mötefind

Nachdem Anfang März noch die letzten Vertragsdetails geklärt wurden, wird er auch beim 24-Stunden-Rennen für das Team starten. Mit seinen neuen Teamkollegen Thorsten Wolter und Jens Mötefind will Oberheim bei den offiziellen Test- und Einstellfahrten, die in diesem Jahr erstmalig an zwei Tagen vom 18. bis 20. März stattfinden, die Grundlagen für einen guten Saisonstart legen.

Dafür wird das Team als Basis zunächst das Set Up des Vorjahres übernehmen. Oberheim sagt: „Damit sollte uns schnell eine 8:40er- Runde gelingen. Dann werden wir das Fahrzeug weiter optimieren und für alle drei Fahrer passend abstimmen.“ Mit Blick auf die bisher im Cup eingeschriebenen Teilnehmer erwartet der Schermbecker zwar harte Konkurrenzkämpfe, sagt aber selbstbewusst: „Ich glaube, dass wir von Beginn an vorne mitfahren können.“