Lembecks Trainer Patrick Rohrand schaut zuversichtlich auf die kommende Saison. © Andreas Leistner
Fussball

Null Veränderung beim SV Lembeck?

Der SV Lembeck geht praktisch mit unverändertem Kader in die kommende Saison. Kann das gut gehen?

Muss Stillstand immer Rückschritt sein? Wenn man das Spielerkarussell des SV Lembeck betrachtet, dann heißt die Antwort nein.

„Bei uns tut sich nichts“, sagte Vorsitzender Matthias Gördes auf die Frage nach den Kaderplanungen für die kommende Saison vor einigen Tagen und meinte das rundum positiv. Denn es heißt vor allem: Die Lembecker konnten ihren bisherigen Kader zusammenhalten.

Patrick Rohrand sieht jede Menge Talent

„Dabei“, so Trainer Patrick Rohrand, „gab es eine ganze Reihe von Angeboten.“ Denn die Lembecker Mannschaft ist nicht nur jung, sie ist auch talentiert. Nicht zuletzt deshalb habe es keine externen Verstärkungen gebraucht, sagt der Trainer: „Was sollen wir den jungen Spielern ältere Akteure vor die Nase setzen?“

Mike Berger, SV Lembeck
Mike Berger kehrt nach zwei Jahren vom SV Rot-Weiß Deuten zurück zum Lembecker Hagen. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Eine Veränderung gibt es dann aber doch. Allerdings ist der „Neue“ eigentlich gar keiner. Denn Mike Berger spielte schon vor seinem Wechsel zu Rot-Weiß Deuten im Sommer 2019 am Hagen und kehrt nun zum Hagen und zu seinem Stammverein zurück. Mit 26 ist der Mittelfeldspieler ebenfalls noch im besten Fußballeralter und wird dem Team mit seiner Erfahrung noch mehr Tiefe geben.

Das soll helfen, in der kommenden Saison in höhere Tabellenregionen vorzustoßen. „Platz zehn in dieser Saison“, da ist sich Vorsitzender Matthias Gördes sicher, „ist nach so wenigen Spielen ja nur eine Momentaufnahme.“

Dass die Lembecker in dieser Saison noch einmal Gelegenheit haben werden, diese Momentaufnahme zu verbessern, glaubt Patrick Rohrand allmählich nicht mehr: „Anfangs war ich noch optimistisch, aber inzwischen glaube ich nicht mehr, dass es vorm Sommer noch einmal weitergeht.“ Denn wenn ein Re-Start erfolgen sollte, brauche man mindestens drei Wochen Vorbereitungszeit und Training: „Immerhin haben wir schon vier Monate lang gar nichts mehr gemacht.“

Doch wenn es erst im Herbst wieder um Punkte gehen sollte, geht für die Lembecker die Welt auch nicht unter. Ihr Team ist jung, ihr Team ist zusammen geblieben, sie können warten. In der Ruhe liegt die Kraft.

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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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