Vor dem Ligastart gegen Westfalia Herne drücken Schermbecks Trainer Sleiman Salha große Sorgen. © Joachim Lücke
Fussball

Pokalpleite war gestern – der SV Schermbeck hat ganz andere Probleme

Wenige Tage vor dem ersten Meisterschaftsspiel drücken Oberligist SV Schermbeck große Sorgen. Selbst die Pleite im Westfalenpokal gerät dadurch in den Hintergrund.

Den Pokal-Reinfall von Salchendorf nennt Sleiman Salha „schlimm“. Doch es gibt etwas, das für den Trainer des SV Schermbeck noch schlimmer ist.

Dass der Finalist von 2020 schon in Runde eins des Westfalenpokals ausgeschieden ist, und dass bei einem Bezirksligisten, sei „nicht ansatzweise schön“. Die Spieler hätten es nicht geschafft, den Schalter umzulegen, sagte Salha am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Aber: „Das und die Niederlage nehme ich auf meine Kappe. Kaderplanung, Aufstellung – das liegt in meiner Verantwortung.“ Doch Gedanken macht sich Salha um ganz andere Sachen.

„Wir sind schon personell gebeutelt nach Salchendorf gefahren, aber jetzt weiß ich nicht mal, ob wir für den Oberliga-Auftakt am Sonntag gegen Herne überhaupt elf einsatzbereite Spieler haben werde“, klagt der Trainer.

Aktuell habe er elf Verletzte: „Darunter zwei Torhüter. Stand jetzt, habe ich für Sonntag nur acht Spieler.“

Timur Karagülmez, SV Schermbeck
Timur Karagülmez (am Boden) war einer der ersten SVS-Akteure, die sich in der Vorbereitung Verletzungen zuzogen. © Ralf Pieper © Ralf Pieper

Und so besteht Salhas Tag als Trainer derzeit aus Telefonaten mit Physiotherapeuten und der Koordination von MRT-Terminen. Am Dienstag ist zum Beispiel Jan Bachmann an der Reihe, der sich am Sonntag in Salchendorf verletzte. Sleiman Salha befürchtete schon da eine längere Ausfallzeit. Für Sonntag darf der Trainer mit Bachmann wohl auf keinen Fall rechnen.

Auch Maik Habitz steht auf der Verletztenliste

Genau wie mit Maik Habitz. Der wäre nach seiner gelb-roten Karte von Salchendorf zum Ligastart gegen Herne ohnehin gesperrt gewesen. Doch zusätzlich dazu handelte sich auch der Mittelfeldspieler im Pokalspiel eine Verletzung ein und reiht sich damit in die lange Ausfallliste des SVS ein.

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Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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