Timur Karagülmez (l.) kam nach 82 Minuten zum ersten Pflichtspiel-Einsatz für den SVS und um ein Haar auch zu seinem ersten Tor. Doch der TuS-Keeper reagierte glänzend. © Ralf Pieper
Fussball

Sieg vergeben und wichtigen Spieler verloren – der SV Schermbeck ärgert sich

Der SV Schermbeck hat einen Punkt aus Ennepetal mitgebracht. Allerdings sprach Trainer Sleiman Salha nach dem 0:0 im Bremenstadion von einem vergebenen Sieg.

Schon in der letzten Woche gegen Clarholz hatten die Schermbecker Torjäger vom Dienst Tolga Özdemir und Michael Smykacz gute Chancen liegen gelassen. Salha ärgerte sich: „Die Chancen heute waren noch viel eindeutiger.“

Die Stimmung in der Kabine war dementsprechend bedrückt, zumal sich Tolga Özdemir kurz vor dem Ende schwer verletzte. Salha befürchtet eine längere Pause für seinen besten Torjäger: „Es sieht alles nach einem Muskelfaserriss aus, es könnte sogar noch etwas schlimmer kommen.“

Die Zuschauer sahen auf dem tiefen Ennepetaler Rasen kein gutes Spiel. Der TuS-Coach Alexander Thamm überraschte Salha mit einer taktischen Maßnahme: „Ennepetal trat mit einer Fünferkette an. Das hatte der TuS in dieser Saison noch nie gemacht.

Aus dieser stabilen Defensive heraus versuchten es die Gastgeber mit langen Diagonal-Bällen. Damit hatten die Schermbecker ihre Probleme, Chancen erspielten sich die Gastgeber aber dadurch nicht.

Diese hatten dann die Schermbecker. In der 27. Minute ging Özdemir alleine aufs Ennepetaler Tor zu. Keeper Marvin Weusthoff wehrte den Ball ab, und den Nachschuss setzte Bilal Özkara über die Latte.

Maik Habitz brachte mehr Sicherheit

Nach der Pause brachte Sleiman Saha Maik Habitz in die Partie. Der sorgte auf der Sechserposition für Ruhe, und von nun an stellten die langen Bälle der Ennepetaler keine Gefahr mehr dar.

Es blieb allerdings ein höchst mittelmäßiges Oberliga-Fußballspiel, das sich meist im Mittelfeld abspielte. In der Schlussphase hatte dann aber doch der SVS die großen Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entschieden. Während Ennepetal nur eine Kopfball-Chance durch Nils Nettersheim hatte, hätten auf der Gegenseite Tore fallen müssen.

Özdemir scheitert erneut

In der 80. Minute war es wieder Tolga Özdemir, der frei vor dem Ennepetaler Kasten auftauchte, den Ball aber links vorbeischob. Zwei Minuten später steckte Bernad Gllogjani, der nach seiner Einwechslung viele Impulse nach vorne setzte, den Ball auf Michael Smykacz durch. Auch er stand mutterseelenallein vor dem TuS-Tor und vergab ebenfalls den möglichen Siegtreffer.

In der Schlussminute legte sich der eingewechselte Timur Karagülmez den Ball zum Freistoß hin. Sein wuchtiger Schuss flog in Richtung rechter Winkel, doch mit einer tollen Parade verhinderte Weusthoff den SVS-Sieg.

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