Bernad Gllogjani (M.) stand wie angekündigt in der Schermbecker Startelf, musste aber nach 57 Minuten für Gabriel Cavar weichen. © Joachim Lücke
Fussball

Sieg vom Elfmeterpunkt – der SV Schermbeck hat diesmal das Glück, das gegen Kaan-Marienborn fehlte

Beim 1:0-Erfolg über Victoria Clarholz machte sich Oberligist SV Schermbeck selber das Leben schwer und brauchte einen nicht ganz so eindeutigen Strafstoß zum Sieg.

Die Gastgeber waren in den Anfangsminuten die aggressivere Mannschaft und drängten auf eine Führung. Schon in der neunten Minute kam Alexander Schlüter aus nächster Nähe zum Kopfball, scheiterte aber am Victoria-Schlussmann Marius Weeke.

Der Gästekeeper sollte auch im ganzen Match der Mann sein, der sein Team im Spiel hielt. In der zwölften Minute spielte der sehr gut aufgelegte Paul Stieber einen schönen Pass auf Tolga Özdemir. Dieser stand nun ganz frei vor dem Tor, brachte aber den Ball auch nicht an Weeke vorbei.

Es gab schon in der ersten Halbzeit immer wieder Phasen, in denen die Schermbecker den roten Faden verloren. Clarholz wurde aus dem Spiel heraus nicht gefährlich, dafür herrschte bei den Ecken immer Alarm im SVS-Strafraum. Die langen Stürmer kamen einige Male zum Kopfball, brachten Ball dann aber doch nicht gefährlich auf das Tor.

Die Salha-Elf fing sich aber immer wieder, und erarbeitete sich auch noch eine hundertprozentige Chance. Doch wieder war es Keeper Marius Meek, der das fällige 1:0 durch Tolga Özdemir vereitelte.

Trainer Sleiman Salha sagte: „In der zweiten Halbzeit wollten wir den Ball über die Außen vor das Tor bringen. das hat aber nicht funktioniert.“ Vielmehr versuchten es die Platzherren durch die Mitte, und viele Angriffe waren durch ungenaue Anspiele zum Scheitern verurteilt.

Die entscheidende Szene der Partie folgte in der 59. Minute. Der Ball wurde zu Tolga Özdemir durchgesteckt. Weeke eilte aus dem Tor, warf sich Özdemir entgegen, und dieser kam zu Fall. Schiedsrichter Inan Bulut entschied ohne zu zögern auf Strafstoß. Eine Entscheidung, die ihm die Schermbecker Fans nicht übel nahmen, ihn aber bei den Clarholzern sehr unbeliebt machte. Özdemir war der Trubel egal. Er legte sich den Ball auf den Punkt und setzte ihn in die linke Ecke zur 1:0-Führung.

Die Führung brachte den Gastgebern aber nicht die nötige Sicherheit. Vielmehr brachten sie sich selber in Gefahr. Ausgangspunkt der brenzligen Situationen war mehrere Male Schlussmann Rafael Hester. Er spielte einige Male den Ball den Clarholzern unbedrängt in die Füße und hatte einmal viel Glück, dass ein Heber über das leere Tor ging.

SV Schermbeck verpasst frühere Entscheidung

Auf der anderen Seite verpassten es die Schermbecker, für die Entscheidung zu sorgen. Innerhalb von sechs Minuten hatte Michael Smykacz zweimal das 2:0 auf dem Fuß. In der Schlussphase wurde es hektisch, weil es den Gastgebern nicht gelang, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. So kam Clarholz immer wieder in den Strafraum, wo die SVS-Abwehr Probleme hatte, die Situationen eindeutig zu klären.

In den letzten Minuten kam auch Keeper Marius Weeke mit nach vorne, der vor einigen Wochen gegen Kaan-Marienborn den Ausgleich erzielt hatte. Auch diesmal kam er zum Schuss, doch Hester hielt den Sieg fest.

  • SVS: Hester, Schlüter, Habitz, Özdemir (90.+2 Jordan), Pakowski (85. Alimusaj), Steinrötter, Bachmann, Gllogjani (57. Cavar) , Schick, Smykacz (90. Miles Grumann), Stieber.
    Tore: 1:0 Özdemir (61., Foulelfmeter).

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