Sponsoren und Vorstand gemeinsam an der Schüppe (v.l.): Maik Kasprzyk (GWB), Frank Hofmann (GWB), Jürgen und Gabriel Bernt (Fahrzeugbau Bernt), Christoph Badde (Baumaschinen Badde), Horst Riemer (GWB) und Bürgermeister Tobias Stockhoff („Dorsten dankt Dir“). © Andreas Leistner
Fussball

Ungewöhnliche Idee: Grün-Weiß Barkenberg will zweiten Naturrasenplatz

Die Fußballer von SuS Grün-Weiß Barkenberg haben ein Investitionsprogramm zur Modernisierung ihrer Sportanlage eingeleitet. Beim Hauptprojekt verfolgen sie eine ungewöhnliche Idee.

Die Bezirkssportanlage am Midlicher Kamp in Barkenberg braucht einen Umbau.

Das liegt zum einen am Alter. 1975 in Betrieb genommen, gab es zunächst nur den aschegedeckten Tennenplatz, 1984 kam dann der Rasenplatz hinzu, der von einer Trainingswiese nach und nach zu einem richtigen Fußballplatz ausgebaut wurde. Doch der Platz ist in die Jahre gekommen.

Deshalb hat der Vorstand von Grün-Weiß Barkenberg nun mithilfe von Sponsoren mehrere Bauprojekte auf den Weg gebracht. Die stark beschädigten Auswechselbänke, von denen die Spieler bei Regen flüchteten, um sich lieber unter den Bäumen unterzustellen, wurden für 12.000 Euro durch neue ersetzt.

Ballfangzaun und Kinderspielplatz

Weitere 10.000 Euro kostet der Ballfangzaun, der an der Nordseite des Spielfeldes aufgestellt wird. Fahrzeugbau Bernt, Baumaschinen Badde, Zaunland und Projektbeton heißen die Sponsoren, die diese beide Projekte möglich machen. Für die Erweiterung seines Kinderspielplatzes hat Grün-Weiß zudem die Zusage des Vereins „Dorsten dankt Dir“ über 3000 Euro, weitere 6000 Euro erhoffen sich die Fußballer von der Wulfen-Konferenz, und die restlichen 3000 sollen aus Spenden und Vereinsmitteln aufgebracht werden.

Bei der Vorstellung der Maßnahmen dankten GWB-Vorsitzender Frank Hofmann und Geschäftsführer Swen Coralic den Sponsoren und Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff als Vertreter von „Dorsten dankt Dir“ für die Unterstützung. Coralic nutzte die Gelegenheit aber auch, um gleich noch Werbung für ein weiteres Projekt zu machen – das größte und wichtigste.

GW Barkenberg - SuS Hervest-Dorsten
Solche Szenen soll es auf der Bezirkssportanlage am Midlicher Kamp bald nicht mehr geben: Nicht nur im Winter macht die bröckelige Oberschicht den Tennenplatz im Grunde unbespielbar. © Joachim Lücke © Joachim Lücke

Denn die Fußballer weisen seit Jahren darauf hin, dass ihr Tennenplatz marode und im Grunde unbespielbar ist. „Die Deckschicht ist weg, da sind nur noch lauter kleine, lose Steine“, sagte Frank Hofmann. Und weil die Anlage längst nicht mehr nur von der wachsenden Fußballabteilung, sondern neben Footballern, Gymnastikgruppen und Basketballern vor allem auch von den beiden benachbarten Schulen genutzt werde, müsse der Tennenplatz umgebaut werden. Nur wie?

Laufbahn macht Kunstrasen problematisch

Die zuletzt vielerorts gewählte Variante Kunstrasen sei am Midlicher Kamp problematisch, sagt Swen Coralic: „Das Problem ist die Aschebahn rund ums Spielfeld. Durch sie würde die Lebensdauer eines Kunstrasenplatzes deutlich verkürzt und die Instandhaltung teurer.“ Deshalb sähen die Grün-Weißen lieber, wenn der Tennenplatz in einen zweiten Naturrasenplatz samt neuer Flutlichtanlage umgewandelt würde.

GW Barkenberg, Tennenplatz
Das falsche Grün: Bei Regen und Wärme sprießt das Unkraut auf dem Tennenplatz. © Andreas Leistner © Andreas Leistner

Die Gespräche mit der Stadt Dorsten laufen. „Die Zusage für die reine Sanierung des Ascheplatzes an sich steht“, bekräftigte der Bürgermeister. Ob ein Umbau nicht sinnvoller sei und wenn ja mit welchem Belag, darüber liefen die Verhandlungen weiter: „Es gibt in Dorsten nicht die eine Lösung für alle Vereine. Aber die Rahmenbedingungen müssen dieselben sein“, sagte Stockhoff und ergänzte: „Mir ist bewusst, dass 2022 einen besonderen Reiz für Grün-Weiß hat.“ Es ist das Jahr des 50-jährigen Bestehens.

Sobald die ersten Kostenvoranschläge vorliegen, will der Vereinsvorstand sich deshalb erneut mit der Stadt zusammensetzen und hofft auf eine Entscheidung noch in diesem Jahr.

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Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
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