Rafael Hester, hier noch im Trikot des TuS Haltern am See. © Olaf Kripmann (Archiv)

Warum wechseln Sie aus der Regionalliga zum SV Schermbeck, Rafael Hester?

Vor knapp einem Jahr wechselte Rafael Hester vom TuS Haltern zu RW Ahlen in die Regionalliga West. Nun wechselt er wieder eine Liga nach unten, zum SV Schermbeck. Aber warum?

Über drei Spielzeiten hinweg hütete Rafael Hester von 2017 bis 2020 insgesamt 45 Mal das Tor des TuS Haltern am See. Kommende Saison wird er in die Seestadt zurückkehren und könnte dann erneut zwischen den Pfosten an der Stauseekampfbahn stehen. Diesmal aber für den SV Schermbeck.

Dem Wiedersehen mit dem TuS – seiner bisher längsten Seniorenstation in der Karriere – blickt der mittlerweile 27-Jährige entspannt entgegen: „Das Spiel wird keine besondere Brisanz haben.“ Auch, „weil man mir den Wechsel damals nicht übel nehmen darf“ und „es seine Gründe gehabt hat“, so Hester.

Gesamtpaket plus Wertschätzung gleich SV Schermbeck

Dass das Intermezzo Rot-Weiss Ahlen bereits nach einer Saison schon wieder vorbei ist, bedauert Hester nicht: „Die Gespräche mit dem sportlichen Leiter Joachim Krug sind gut gewesen. Mir wurde volles Verständnis entgegen gebracht.“ Bei RWA kam Hester in der Regionalliga West in der abgelaufenen Spielezeit auf immerhin 13 Einsätze.

Sich nun dem SVS anzuschließen, ist für den Torhüter vor allem auch eine Sache der Fahrtstrecke – Hester wohnt in Gelsenkirchen. Der Kontakt zu Schermbeck sei im Laufe der Zeit „über einen Kollegen“ entstanden. Außerdem betont er: „Das Gesamtpaket hat einfach gepasst und die Wertschätzung ist dort höher.“

Alte Bekannte und ein harter Konkurrenzkampf

Dass dem 1,90-Meter-Hühnen die Integration in die neue Mannschaft voraussichtlich schnell gelingen wird, liegt vor allem daran, dass Hester schon eine ganze Menge von seinen zukünftigen Mitspielern kennt. Mit Enes Schick, der vom TuS Haltern am See kommt, Alexander Schlüter, Mike Jordan und Paul Stieber trifft der Keeper bei seinem neuen Verein unter anderem auf viele ehemalige Weggefährten.

Um dauerhaft im Tor zu stehen, muss sich Hester aber einem starke Konkurrenten stellen: Alexander Geraedts (20), ein talentierte Keeper, der seinen Kasten in der U19 bereits für Basaksehir Istanbul sauber hielt. Im Duell um die künftige Nummer Eins sieht sich Hester aktuell im Vorteil: „Ich bin voll im Training und bringe mehr Erfahrung mit. Zu guter Letzt kommt es aber auf den Mannschaftserfolg an und am Ende entscheidet sowieso der Trainer.“

Rafael Hesters Ziele und Pläne für die Zukunft

Den nötigen Ehrgeiz, alles in die Waagschale zu werfen, bringt Hester jedenfalls mit. „Ich will zeigen, dass ich es noch auf dem Kasten habe und gute Spiele machen. Für die Mannschaft wünsche ich mir, dass wir in der Liga eine gute Rolle spielen. Am liebsten natürlich oben mitspielen“, so der Schermbecker Neuzugang.

Aber nicht nur auf dem Platz möchte Hester eine tragende Rolle spielen. Auch abseits des Spielfeldes will sich der groß gewachsene Spieler weiterentwickeln: „Ich möchte vor allem auch beruflich vorankommen und nehme dabei gerne die Unterstützung von Schermbeck an. Alles andere wird man sehen“, sagt Hester.

In Hinblick auf die kommenden Fußballjahre macht sich Hester nicht allzu viel Druck: „Natürlich möchtest du als Fußballer so hoch wie möglich. Aber das ist immer schwer zu sagen. Damals war die 3. Liga mein Traum und der Wunsch ist weiterhin da, aber man muss auch realistisch bleiben.“

Über den Autor

Haltern am Abend

Täglich um 19:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.