Mit Schutzmaske für die gebrochene Nase agierte Wulfens Lyuben Paskov (M.) gegen Herfords Lange wie den Litauer Dainius Zvynklis. © David Groß
Basketball

Zehn schwache Minuten sind für den BSV Wulfen gegen Herford zehn zu viel

Trotz großer Personalprobleme lieferte der BSV Wulfen der BBG Herford am Samstag einen großen Kampf. Doch die Gäste zeigten, dass man sich gegen die Favoriten der Liga keine Schwächephase leisten darf.

30 Minuten lang lieferte der BSV Wulfen beim 87:94 (50:40) gegen die BBG Herford am Samstag eine tolle Partie. Doch gegen Topteams wie die BBG reichen zehn schwache Minuten, um ein Spiel zu verlieren. Beim BSV waren das die Minuten 21 bis 30, das komplette dritte Viertel.

50:40 hatten die Wulfener zu Beginn des dritten Durchgangs geführt. Vor allem US-Aufbauspieler Brant Allen hatte bis dahin einen Sahnetag erwischt. 22 Punkte, vier Rebounds und drei Ballgewinne wies die Statistik bis dahin für ihn aus. Allerdings folgte der nächstbeste Wulfener Werfer schon mit einigem Abstand. Lyuben Paskov – nach seinem Nasenbeinbruch von Grevenbroich mit einer passgenauen Schutzmaske ausgerüstet – brachte es vor der Pause auf neun Zähler.

Keine Pause für Lyuben Paskov

An Schonung für den Bulgaren war beim BSV nicht zu denken. Wie schon in Grevenbroich musste Paskov wieder Schwerstarbeit unterm Korb verrichten. Zwar war Lukas van Buer diesmal wieder mit von der Partie, doch Willi Köhler fehlte weiterhin verletzt, Michael Haucke war krank und Nils Peters beruflich verhindert. Keine guten Voraussetzungen also auf der Centerposition für den BSV, doch die Entscheidung sollte anderswo fallen.

Denn in besagtem dritten Viertel liefen auf Herforder Seite vor allem Aufbauspieler Omas Zemhoute und der amerikanische Flügelspieler Juhwan Harris-Dyson heiß. 29 Punkte schenkte allein dieses Duo den Gastgebern ein. Die Wulfener Offensiv-Ausbeute war mit 20 Punkten gar nicht mal schlecht, doch die 37 kassierten Zähler taten weh. Vor dem Schlussviertel war die schöne 50:40-Halbzeitführung dahin, und der BSV rannte nun stattdessen einem 70:77-Rückstand hinterher.

Angeführt vom jungen Matej Silic schickte sich Wulfen im vierten Viertel aber zunächst an, tatsächlich die erneute Wende zu schaffen. Acht Punkte steuerte der junge Linkshänder zum Wulfener 13:3-Lauf bei, der die Gastgeber bis zur 33. Minute wieder mit 83:80 in Führung brachte. Doch in den restlichen sieben Minuten sollten nur noch zwei weitere Körbe folgen. In der entscheidenden Phase vergaben die Wulfener zudem drei Freiwürfe, sodass Herford wieder vorbei zog und seinen knappen Vorsprung routiniert ins Ziel brachte.

Herford ist Tabellenführer, Wulfen rutscht aus den Play offs

Die BBG übernahm mit dem Sieg die Tabellenführung vor den punktgleichen Teams aus Deutz, Ibbenbüren und Herten. Wulfen rutschte nach der dritten Niederlage auf Platz neun und damit aus den Play-off-Rängen. Kommende Woche muss der BSV zum Tabellenachten SV Haspe 70, der seine Heimstärke schon mit dem Heimsieg gegen Bonn unter Beweis stellte. Eine schwere Aufgabe also, zumal die Wulfener auch in Hagen nicht mit einer wesentlich anderen Personalsituation rechnen.

  • BSV: Silic (13/3), Landwehr (4), Strubich, Allen (33/4, 6 Ballgewinne), Bojang (7/1), Kleinert (8/2), Paskov (14, 8 Reb.), van Buer (8).
Über den Autor
Sportredaktion
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.