Zwei Dorstener sind in Dortmund das Maß der Dinge Junioren-Zweier räumt ab

Redakteur
Johannes Benien und Tobias Strangemann
Johannes Benien und Tobias Strangemann waren beim Langstreckentest in Dortmund im Junioren-Zweier ohne das Maß aller Dinge. © Detlef Seyb
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Zur letzten Standortbestimmung des Jahres trafen sich Deutschlands beste Ruderer am vergangenen Wochenende am Olympiastützpunkt in Dortmund. Beim Langstreckentest über 6000 Meter hatten die Bundestrainer ein wachsames Auge auf ihre Kandidaten. Im Fokus standen dabei auch Johannes Benien und Tobias Strangemann vom RV Dorsten.

Die amtierenden Weltmeister im Junioren-Achter wurden vom Bundestrainer im schweren Junioren-Zweier ohne Steuermann an Position 1 des 18er-Feldes gesetzt und waren somit die Gejagten. Doch dieser Herausforderung wurden die beiden Dorstener mehr als gerecht.

Benien war gehandicapt

Dabei ging Johannes Benien aufgrund einer Erkältung gehandicapt ins Testwochenende. Doch bei regnerischem Wetter und Gegenwind behaupteten er und Tobias Strangemann souverän ihre Position und hatten am Ende satte 32 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten.

Damit bestätigten die beiden Kirchhellener, was sie bereits vergangene Saison gezeigt hatten: 2023 werden sie bei den Planungen der Bundestrainer endgültig eine entscheidende Rolle einnehmen.

Der RV Dorsten gehört damit einmal mehr zu den Topadressen des deutschen Ruderns. Für Tim Jauer, den Sport-Vorsitzenden des Vereins, auch ein Verdienst der Sponsoren: „Das alles wäre ohne unsere langjährigen Partner RWW, das Autohaus Sprungmann, die Vereinte Volksbank und die Sparkasse Dorsten nicht möglich.“

Vor einer großen Herausforderung stand beim Langstreckentest in Dortmund auch der dritte Dorstener Teilnehmer. Anton Böckenhoff muss den Sprung vom Juniorenbereich zu den Männern schaffen. Schwierig, wenn man bedenkt, dass er sich dabei schon in Dortmund mit Größen wie dem zweifachen Einer-Weltmeister Olli Zeidler messen musste.

Anton Böckenhoff
Anton Böckenhoff muss in dieser Saison den Sprung vom Juniorenbereich zu den Männern meistern. © Detlef Seyb

Böckenhoff musste Samstag schon über die virtuellen 2000 Meter auf dem Ruderergometer zeigen, was er kann. Mit einem soliden 34. Platz von 52 Teilnehmern konnten er und Trainer Tim Jauer zufrieden sein. Am Sonntagmorgen hieß es dann, das reale Wasser des Dortmund-Ems-Kanal zum Kochen zu bringen. Anton Böckenhoff startete sehr ambitioniert auf die 6000 Meter, musste aber im letzten Renndrittel Tribut für den Kräfte zehrenden Start zollen. Bei aufkommendem Wind zogen sich die letzten 2000 Meter für den Dorstener ganz schön. Doch die Schmerzen und harten Stunden der Trainingsarbeit zahlten sich am Ende aus, und mit einem 28. Platz bei den Männern hat Böckenhoff sich eine sehr gute Ausgangslage für die kommenden Aufgaben geschaffen.