Capelle-Trainer Reinhard Behlert hat einen Spieler, der 2017 mit Fußball aufhören wollte. © Matthias Henkel
Fußball

„Keine Lust, da unten rumzudümpeln“: Capeller Fußballer orientiert sich Richtung Spitze

Eigentlich wollte der Fußballer des SC Capelle bereits 2017 aufhören. Warum er doch weiterspielt, verrät er im Gespräch und nennt außerdem die Zielsetzung für die kommende Saison.

Eigentlich hingen die Fußballschuhe im Jahr 2017 bereits am Nagel. Für den Spieler des SC Capelle geht es seitdem aber trotzdem weiter – ein Ende der Karriere ist nun nicht mehr in Sicht. Stattdessen steht er in den Startlöchern für die kommende Saison und in der soll es für die Schwarzgelben nach Möglichkeit um einen Platz im oberen Teil der Tabelle gehen.

Vor vier Jahren schien es so, als würde die Fußball-Karriere von Benjamin Gumprich ein jähes Ende erfahren. „Ich arbeite im 24-Stunden-Dienst bei der Feuerwehr“, erklärt der Spieler des SC Capelle, „deshalb kann ich nicht zu jedem Training und Spiel kommen. Ich möchte aber schon auf dem Platz stehen, auch wenn ich weniger trainiere.“

Weil Capelle ihm die Perspektive bot, auch bei geringerer Trainingsbeteiligung auf Spielzeit zu kommen, machte Gumprich weiter. Von der zweiten Mannschaft des Werner SC ging es 2017 zum SC Capelle.

Benjamin Gumprich wollte vor Jahren bereits mit dem Fußball aufhören.
Benjamin Gumprich wollte vor Jahren bereits mit dem Fußball aufhören. © Jura Weitzel © Jura Weitzel

Unbekannt war ihm der Verein nicht, schließlich hatte er vor seinem Wechsel bereits mehrere Jahre dort gespielt. „Capelle ist definitiv mein Heimatverein“, bekräftigt der 32-Jährige, der auch im Ort wohnhaft ist und ergänzt: „Es herrscht eine schöne Gemeinschaft im Klub. Außerdem: ganz ohne Fußball geht es dann eben doch nicht.“

So stand Gumprich in den vergangenen Spielzeiten weiter auf dem Platz und absolvierte auch in den letzten Wochen erstmalig nach der langen Pause eine Einheit mit der Mannschaft. „Das war ein gutes Gefühl. Zwar hat sich der Ball in den ersten zwanzig Minuten wie ein Fremdkörper angefühlt, das hat sich aber schnell gelegt“, berichtet Gumprich.

„Man kann zwar vieles online machen, aber das ist nicht das gleiche. Fußball ist schon eine Sportart, die auf den Platz gehört“, so der 32-Jährige. Deshalb ist die Vorfreude auf die neue Saison riesig. Doch wo sieht der erfahrene Spieler seinen Klub? „Ich will mich da nicht festlegen. Wir haben großes Potenzial und ich würde mir wünschen, dass wir gut starten.“

Dass der SCC in der Kreisliga B nicht gegen den Abstieg spielen wird, ist ebenso klar. „Ich habe keine Lust, da unten rumzudümpeln. Ich will schon da spielen, wo es um was geht“, bekräftigt Gumprich.

Gumprich hat ein „unglaubliches Kämpferherz“

Dazu will er seinen Beitrag leisten – so oft es der Beruf eben zulässt. Sein Trainer Reinhard Behlert jedenfalls hofft, Gumprich so oft wie möglich auf dem Platz sehen zu können: „Er ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Er ist sehr präsent auf dem Platz, hat ein unglaubliches Kämpferherz und gibt alles für die Mannschaft.“

Und das, obwohl vor vier Jahren schon das Karriereende zur Diskussion stand. Davon ist Gumprich nun weiter entfernt denn je: „Daran verschwende ich keinen Gedanken. Ich gucke, was der Körper sagt und spiele so lange, wie ich mithalten kann.“ Worte, die den SC Capelle sicherlich freuen.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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