Marian Tüns vom FC Nordkirchen wird sich ab dem Sommer der U23 des SV Herbern anschließen. © Sebastian Reith
Fußball

Tüns folgt Quartett vom FC Nordkirchen zum SV Herbern: Dessen Wechsel waren mitentscheidend

Marian Tüns verlässt im Sommer den FC Nordkirchen in Richtung SV Herbern. Dass zuvor ein Quartett denselben Schritt ankündigte, hilft dem Innenverteidiger bei seiner Entscheidung – aber nicht nur.

Philipp Sandhowe, Tim Bröer, Thomas Eroglu, Daniel Krüger – und jetzt Marian Tüns. Nachdem kurz nach Jahreswechsel bekannt wurde, dass ein Quartett Fußball-Bezirksligist FC Nordkirchen in Richtung Landesligist SV Herbern verlassen wird, steht nun fest, dass Tüns der fünfte Spieler ist, der im Sommer den Schlosspark verlässt und an der Werner Straße anheuern wird.

Für Tüns gehen nach dem Saisonende fünfeinhalb Jahre in Nordkirchen zuende. Leicht hat sich der Innenverteidiger die Entscheidung nicht gemacht. „Ende Dezember hat mich Ludger Staar (Sportlicher Leiter beim SV Herbern, Anm. d. Red.) angerufen und mir ein Angebot unterbreitet. Er sagte mir, dass der Verein eine spielenden Co-Trainer für die zweite Mannschaft sucht. Ich habe mir erst Bedenkzeit erbeten, mich dann aber letztlich dafür entschieden, weil es ein interessantes Angebot ist.“

Andere Wechsel vom FC Nordkirchen waren auch entscheidend

In der nächsten Saison wird Tüns also nicht in derselben Mannschaft wie Sandhowe, Bröer, Eroglu und Krüger zusammenspielen. Das Quartett wird schließlich das Landesligateam unterstützen, während Tüns in der U23, die in der A-Liga an den Start geht, auflaufen wird.

Dessen Wechsel nach Herbern hatten aber dennoch einen Anteil, warum auch Tüns den FCN verlässt. „Für mich hatte das zwar nicht oberste Priorität“, wie Tüns betont, „aber egal ist mir das auch nicht. Es ist schon ein nice-to-have, wenn man so leichter Kontakt halten kann. Die allergrößte Rolle hat das aber nicht gespielt.“

Wichtiger war zudem ein anderer Faktor: „Ich war mit meinen Einsatzzeiten unzufrieden, deshalb habe ich über eine Veränderung nachgedacht“, so Tüns. In den bisherigen acht Bezirksliga-Spielen des FCN kam Tüns sieben Mal zum Einsatz, stand nur einmal nicht im Kader.

Allerdings stand der Innenverteidiger auch nur zwei Mal in der Startelf und machte nur einen Einsatz über die volle Spieldauer. „Bis Ende der letzten Saison war ich eigentlich immer Stammspieler, wenn ich trainiert habe und fit war“, sagt Töns. Die jetzige Situation habe ihn daher ein „stückweit frustriert“.

Dennoch will sich Tüns bis zu seinem Wechsel weiter voll für den FC Nordkirchen reinhängen. Gerne würde sich Tüns mit dem Aufstieg verabschieden. Schließlich liegt die Meisterschaft in der Bezirksliga 9 noch in der eigenen Hand. Zwar könnten der FC Roj und Mengede 08/20 vorbeiziehen, da beide Mannschaften noch Nachholspiele in der Hinterhand haben. Allerdings stehen die direkten noch aus – und außerdem werden sich Roj und Mengede im Spiel gegeneinander noch Punkte wegnehmen. „Selbst wenn sie vorbeiziehen, ist noch nichts verloren“, meint daher auch Tüns.

Tüns legt sich nicht auf ein Ziel mit dem SV Herbern fest

In der kommenden Spielzeit wird Tüns dann wohl in der Kreisliga A aufschlagen. Wohin es mit der Herberner U23 geht, vermag er nicht so recht zu sagen. Tüns hält es da allgemein: „Die Mannschaft ist gut aufgestellt mit vielen jungen Leuten und ein ambitioniertes Team. Was das dann am Ende für die Platzierung heißt, werden wir sehen“, meint er und ergänzt lachend: „Ich will jedenfalls nicht sagen, dass ich das fehlende Puzzle-Stück bin.“

Dass Tüns beim SV Herbern die Chance bekommt, Erfahrung als Trainer zu sammeln, war ebenfalls ein Grund für den Wechsel. „Es ist ein eleganter Einstieg, um zu schauen, ob mir das Spaß macht“, sagt der 28-Jährige. Er könne sich durchaus vorstellen, auf Dauer als Trainer zu arbeiten. Eines aber sei klar: „Noch will ich die Schuhe nicht an den Nagel hängen“, sagt Marian Tüns.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
Zur Autorenseite
Avatar
Lesen Sie jetzt