Weitere Lockerungen: Die Testpflicht vor dem Kontaktsport fällt

Der Sport im Kreis RE steht vor weiteren Lockerungen. Vor allem entfällt die Pflicht, vor dem Kontaktsport einen negativen Schnelltest vorzulegen. Das erspart den Klubs Arbeit und Ärger.
Durchhalten: Ab diesem Wochenende wird die Arbeit nicht nur für Fußballklubs leichter. Der Kreis Recklinghausen erreicht die Inzidenzstufe 1. © SYSTEM

Wer auf einer Sportanlage über die Corona-Auflagen wacht, hat es nicht einfach. Die einschlägigen Paragraphen der Schutzverordnung lesen die wenigsten Sportler nach. Nachvollziehbar, eine erbauliche Lektüre ist das in bestem Amtsdeutsch verfasste Regelwerk nicht.

Und Zusammenfassungen der Auflagen, die im Umlauf sind, ist nicht immer zu trauen. Selbst im Internetauftritt der Landesregierung fehlt beim Sport der Hinweis auf die Testpflicht, die in der Inzidenzstufe 2 bei Kontaktsport im Freien für Erwachsene (älter als 18) besteht. Das hat in einigen Klubs schon für Irritationen gesorgt.

Diskussion über leidige Tests haben sich erledigt

„Dass da nicht sauber gearbeitet wird, ist extrem ärgerlich“, stellt etwa Marcus Voigt, Geschäftsführer des TuS 05 Sinsen, fest. „Ich habe hier schon intensive Diskussionen mit Spielern führen müssen. Die meinten, sie könnten ohne Negativtest auflaufen.“

Dieser Ärger dürfte nun allerdings schnell verrauchen. Die Tage, da Spielerinnen und Spieler nur mit einem höchstens 48 Stunden alten negativen Coronatest kicken durften, sind gezählt – dank der erfreulichen Entwicklung der Corona-Zahlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Recklinghausen liegt seit einer Woche stabil unter 35. Ab diesem Freitag fällt der Kreis unter die Inzidenzstufe 1.

Und weil auch die NRW-Inzidenz am Mittwoch am fünften Werktag in Folge unter 35 blieb, entspannt sich nun die Lage für den Breiten- und Amateursport weiter. Besonders wichtig: Ab diesem Freitag entfällt die leidige Testpflicht.

Die wichtigsten Änderungen für den Sport in der Übersicht:

  • Kontaktsport ist nun mit bis 100 Personen möglich, und zwar im Freien wie in der Halle. Ein Negativtest muss nicht mehr vorgelegt werden, allein die Rückverfolgbarkeit aller Sportlerinnen und Sportler ist sicherzustellen.
  • Auch wer im Freibad schwimmen will, braucht keinen Test mehr vorzulegen.
  • In geschlossenen Räumen ist hochintensives Ausdauertraining (z.B. Cycling) mit bis zu 15 Personen wieder erlaubt – bei Einhaltung des Mindestabstands und guter Durchlüftung.
  • Für Publikum gilt: Im Freien dürfen mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer zusehen, höchstens aber ein Drittel der zulässigen Besucherzahl einer Sportanlage.
  • In Hallen sind bis zu 1000 Zuschauer oder höchstens ein Drittel der Kapazität gestattet – allerdings nur mit fest zugewiesenen Plätzen und sichergestellter Rückverfolgbarkeit. Außerdem schreibt die Schutzverordnung für Besucher weiter einen Negativtest vor.

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