48-Jähriger bei Fallschirmsprung in Wenningfeld schwer verletzt

Auslöseautomatik plötzlich aktiviert

STADTLOHN Nur den Tandem-Fallschirmsprung seiner Schwiegertochter wollte ein 48-Jähriger am Samstagabend vom Flugzeug aus miterleben – und ist dabei schwer verletzt worden.

von Von Katrin Herbers

, 12.07.2009, 09:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach bisherigen Ermittlungen wurde dann plötzlich die Auslöseautomatik seines Fallschirms aktiviert, der ihm zur Sicherheit angelegt worden war, aktiviert und der Rosendahler wurde in 317 Metern Höhe im Sog aus der Maschine gezogen. Bei dem Flugzeug, einer Cessna 206, handelt es sich nach Angaben der Polizei um eine so genannte Absetzmaschine für Fallschirmspringer. Aus diesem Grunde verfügt die Maschine „nur“ über einen Pilotensitz und ist mit einem metallverstrebten Vorhang für den Ausstieg der Springer versehen. Anschließend schwebte er, im geöffneten Fallschirm hängend, außerhalb der Flugplatzgeländes zu Boden. Nach Erstversorgung durch den herbeigerufenen Notarzt wurde er ins Krankenhaus eingeliefert. Nach ersten Angaben besteht keine Lebensgefahr. Das Flugzeug wurde leicht beschädigt. Für Fragen war die Firma, die den Flug durchgeführt hat, gestern nicht zu erreichen. Über ähnliche Unfälle des Unternehmens für Fallschirmsport, das seit 2002 am Flugplatz Wenningfeld ansässig ist, sei ihm nichts bekannt, erklärt Ludger Gehring, Betriebsleiter des Flugplatzes Stadtlohn-Vreden auf Nachfrage der Münsterland Zeitung.

Allerdings würden ihm Unfälle, die sich außerhalb des Betriebsgeländes ereigneten, auch nicht gemeldet. Über die Unfallursache herrscht noch Rätselraten. Nur eins sei klar: „Man kann davon ausgehen, dass der Pilot über ausreichend Erfahrung auf diesem Gebiet verfügte.“ Licht ins Dunkel soll bald die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) bringen: Sie hat die Ermittlungen übernommen und das Flugzeug sowie den Fallschirm des Rosendahlers sichergestellt.

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