54-jähriger Ahauser kommt bei Flugzeugabsturz in Wenningfeld ums Leben

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Gegen 16 Uhr ist am Sonntag ein Ultraleichtflugzeug am Flugplatz Stadtlohn-Vreden abgestürzt. Ein Passagier überlebte den Absturz nicht. Der Pilot kam schwerverletzt ins Krankenhaus.

Stadtlohn

, 13.10.2019, 19:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Ultraleichtflieger war am Morgen in einer Gruppe von insgesamt drei Maschinen von Stadtlohn aus gestartet. Gegen 16 Uhr kehrte die Gruppe nach Stadtlohn zurück. Am Steuer der Unglücksmaschine saß ein 55-jähriger Mann aus Oberhausen.

Beim Landeanflug setzte er zunächst mit den Reifen auf, startete dann aber wieder durch. „Ein durchaus gängiges Manöver“, erklärte Norbert Hetkamp, Geschäftsführer des Flugplatzes, später. Nach dem Durchstarten drehte die Maschine nach links von der Landebahn ab und stürzte etwa 100 Meter neben der Landebahn schließlich in einen angrenzenden Acker.

Ahauser überlebt den Absturz nicht

Der zweite Mann in der Maschine, ein 54-jähriger Mann aus Ahaus, kam bei dem Absturz ums Leben. Der Pilot wurde in der Maschine eingeklemmt und konnte erst durch die Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit schweren Verletzungen per Hubschrauber in die Klinik nach Enschede geflogen.

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Ultraleichtflugzeug stürzt bei Landeanflug in Stadtlohn ab - Ein Toter, ein Schwerverletzter

Bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagnachmittag ist am Flugplatz Stadtlohn-Vreden ein 54-jähriger Ahauser ums Leben gekommen. Der Pilot des Ultraleichtflugzeugs, ein 55-jähriger Mann aus Oberhausen, kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
13.10.2019
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Das Flugzeug stürzte etwa 100 Meter neben der Landebahn in einen Acker. © Stephan Teine
Die Luftaufsicht der Bezirksregierung Münster untersucht den Unfall. © Stephan Teine
Der Pilot wurde in der Maschine vom Typ Ikarus C42 eingeklemmt. Er musste von der Feuerwehr befreit werden und kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der Co-Pilot überlebte den Absturz nicht.© Stephan Teine
Der 55-jährige Pilot aus Oberhausen wurde per Hubschrauber in die Klinik nach Enschede geflogen.© Stephan Teine
Die Maschine war mitten in einen angrenzenden Acker gestürzt.© Stephan Teine
Während der Rettungsarbeiten neben dem Flugplatz ging der Flugbetrieb ungehindert weiter. © Stephan Teine
Feuerwehr, Rettungskräfte, Polizei und Notfallseelsorger waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.© Stephan Teine
Kreisbrandmeister Stefan van Bömmel (hinten) eilte ebenso zur Unfallstelle.© Stephan Teine
Per Hubschrauber wurde der schwerverletzte Pilot ins Krankenhaus gebracht. Für seinen Copiloten kam jede Hilfe zu spät.© Stephan Teine

Laut Norbert Hetkamp ist der Pilot seit mehreren Jahren Mitglied des Fliegerclubs in Stadtlohn. „Ein erfahrener Pilot, der sich vor einem halben Jahr eine eigene Maschine gekauft hat“, sagte er. Die Maschine vom Typ Ikarus C42 sei ein sehr verbreitetes Ultraleichtflugzeug. „Eine gutmütige Maschine“, erklärte Norbert Hetkamp.

Notrettungssystem wurde nicht ausgelöst

Das Notrettungssystem wurde nicht ausgelöst. Für Ultraleichtflugzeuge ist ein großer Fallschirm vorgeschrieben. Den kann der Pilot im Ernstfall mit einem Handgriff auslösen. Mit einer Rakete wird der dann entfaltet, damit die Maschine sicher zu Boden gleiten kann. „Das hätte aber auch nicht mehr viel gebracht, da die Maschine aus nur ungefähr 20 Metern zu Boden gestürzt ist“, erklärte Hetkamp. Um den Fallschirm komplett zu entfalten, sei das zu wenig.

Feuerwehrleute mussten später die Anlage auslösen, damit das Flugzeug sicher geborgen werden konnte.

Flugbetrieb vom Unglück nicht betroffen

Der Flugbetrieb auf dem Flugplatz lief während der Rettungsarbeiten weiter. Die Unglücksstelle befand sich außerhalb des Flugplatzgeländes und hatte daher keinen Einfluss auf Starts und Landungen.

Polizei, Feuerwehrwehr, Rettungskräfte und Notfallseelsorger waren mit einem Großaufgebot zur Unglücksstelle geeilt. Die Ermittlungen zur Unfallursache wurden vor Ort von der Kriminalpolizei und der Bezirksregierung Münster geführt.

Schwierige Windverhältnisse führten zu Absturz

Genaue Einzelheiten zur Unfallursache gab es am Sonntagabend noch nicht. Nur so viel: Laut Polizeipressesprecher Thorsten Ohm sollen nach ersten Erkenntnissen schwierige Windverhältnisse während der Landung Hauptursache des Unglücks sein. Dadurch sei es zu einem Strömungsabriss gekommen. Das Flugzeug verlor jeden Auftrieb und stürzte so in den Acker.

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