Aldi-Eröffnung am Breul ist in Corona-Zeiten ganz unauffällig

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Keine großen Banner mit Eröffnungsangeboten, keine Luftballons oder Blumen für die Kunden. In Zeiten der Corona-Pandemie ist auch die Eröffnung des Aldi am Breul eine andere.

Stadtlohn

, 11.05.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Montagmorgens um 8 Uhr, als der Aldi-Markt am Breul öffnet, stehen viele Kunden vor den Türen. Sie sind neugierig, wie sich der neue Markt präsentiert. Mit Einlasskontrollen ist schnell Ordnung geschaffen und der notwendige Abstand garantiert.

Schon wenige Stunden später ist die Situation ganz entspannt. Der Parkplatz ist noch nicht einmal zur Hälfte gefüllt. Und an der einzig geöffneten Kasse bilden sich noch nicht einmal die sonst üblichen Schlangen. Nur ein abgesperrter Bereich des Pflasters neben der SB-Sparkasse verrät, dass hier vor Kurzem noch gebaut wurde.

Der neue Aldi-Markt am Breul wurde am Montag eröffnet. Neben dem Sparkassen-SB-Standort muss noch das Pflaster verlegt werden.

Der neue Aldi-Markt am Breul wurde am Montag eröffnet. Neben dem Sparkassen-SB-Standort muss noch das Pflaster verlegt werden. © Ronny von Wangenheim

„Wir haben auf alles verzichtet“, sagt Regionalverkaufsleiter Guido Bügers. Die Corona-Pandemie drückt auch einem solchen Anlass ihren Stempel auf. Es gibt also ganz bewusst keine speziellen Eröffnungsangebote oder andere Aktionen, mit denen der Aldi auf sich aufmerksam machen würde. „Durch Mundpropaganda haben aber viele doch von der Eröffnung gewusst“, sagt Bügers. Gemeinsam mit dem Filialleiter Theo Vennemann zieht er am Montag ein positives Fazit. Alles hat gut geklappt bei der Premiere.

Desinfektionsstation wird im Eingangsbereich installiert

Die Corona-Bestimmungen haben auch diesen Tag geprägt. Eigens für diesen ersten Öffnungstag haben sie einen Mitarbeiter abgestellt, der die Einkaufswagen austeilt und anschließend wieder desinfiziert. Ab Dienstag steht dann eine Desinfektionsstation im Bereich der Einkaufswagen zur Selbstbedienung bereit.

Im Markt selbst tragen die Mitarbeiter Mundschutz. Nur an den Kassen hinter den Plexiglasscheiben dürfen die Kassiererinnen die Schutzmasken auch einmal abnehmen. „Das belastet auf Dauer schon“, sagt Theo Vennemann, der selbst in einem Nebenraum mal kurz die Maske abnehmen und tief durchatmen kann.

Die Obst- und Gemüseabteilung wurde attraktiver.

Die Obst- und Gemüseabteilung wurde attraktiver. © Ronny von Wangenheim

Genau acht Monate war der Aldi am Standort am Breul geschlossen. „Am 10. September 2019 war der letzte Verkaufstag“, sagt Guido Bügers. Waren werden jetzt auf 1000 Quadratmetern angeboten. Rund 300 Quadratmeter sind in dem Neubau dazugekommen. Das sorgt für eine viel großzügigere Aufteilung.

Eine Woche lang wurden die Regale eingeräumt

In der vergangenen Woche wurde der Laden eingerichtet, alle Waren eingeräumt. Jetzt laufen die Kunden mit ihren Einkaufswagen durch die breiten Gänge. Es ist Platz genug, um entspannt aneinander vorbei zu kommen. Man kennt sich. „Gut, dass ihr wieder da seid“, ruft ein Mann einer Verkäuferin zu, „wurde ja auch Zeit.“

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Das findet auch Hildegard Deitmer. „Sehr groß, sehr übersichtlich“, ist ihr erster Eindruck bei ihrem Einkauf. Sie hat schon früher hier eingekauft. „Das ist ja das erste Geschäft hier auf dem Land, da muss man nicht mehr in die Stadt oder nach Legden.“

Einiges ist neu im Aldi-Markt

Ein anderer Kunde geht zielstrebig durch die Gänge und füllt den Einkaufswagen. „Alles hat seinen Platz, man findet sich sofort zurecht“, sagt er. Das soll so sein. Der neue Markt reiht sich mit Bauart und Aufteilung in die Reihe der modernen Aldi-Märkte ein.

Neu ist zum Beispiel der Frischbackwarenbereich. Regionalverkaufsleiter Guido Bügers nennt weiter das Convenience-Regal mit frischen Salaten oder Smoothies. Er ergänzt: „Wir haben auch das Sortiment ausgeweitet.“ Genauso wichtig sind ihm die breiten Gänge: „Wir wollen einen übersichtlichen Einkauf ermöglichen.“

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