Alle Bewohner retten sich

Stadtlohn Glimpflich ausgegangen ist ein Brand, der gestern Morgen in einem Asylbewerberheim an der Vredener Straße ausgebrochen war: Keiner der zur Zeit 24 Bewohner wurde verletzt.

08.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Alle Bewohner retten sich

<p>Die Freiwillige Feuerwehr Stadtlohn war in voller Zugstärke ausgerückt, um Schlimmeres zu verhindern. Feuerwehr</p>

Um 6.45 Uhr erreichte die Stadtlohner Feuerwehr der Alarm - schon fünf Minuten später waren die Floriansjünger mit allen verfügbaren Einsatzkräften vor Ort. "Wenn ein Brand aus einem Objekt wie einem Übergangsheim gemeldet wird, also viele Menschen betroffen sein können, gilt Zugalarm mit Sirenen", erläuterte Wehrführer Günter Wewers das Vorgehen der Retter.

Vor Ort eingetroffen, habe zunächst nicht vollständige Klarheit darüber geherrscht, wie viele Menschen derzeit in der Unterkunft leben. Zunächst musste die Feuerwehr von der offiziellen Zahl von 26 Personen ausgehen. Da allerdings laut Polizei nur 24 Betroffene das Gebäude bereits verlassen hatten, begann die Feuerwehr parallel zum Löschen unter Hochdruck damit, alle Räumlichkeiten nach weiteren Bewohnern abzusuchen. Kurze Zeit später konnten sie Entwarnung geben - das Gebäude war menschenleer. Etwa zu diesem Zeitpunkt konnten auch die Angaben zur Personenzahl nach unten korrigiert werden: Alle Bewohner hatten sich also rechtzeitig vor dem Brand in Sicherheit bringen können. Bei einem 28-Jährigen bestand zunächst der Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Er konnte jedoch das Stadtlohner Krankenhaus nach ambulanter Behandlung verlassen, erklärte Polizeipressesprecher Paul Busshoff gegenüber der Münsterland Zeitung.

Ursache für den Brand sei höchstwahrscheinlich ein defektes Fernsehgerät gewesen, das implodiert sei. Die Feuerwehr habe die Situation mit C-Rohren schnell in den Griff bekommen; gleichwohl ist vor allem im Obergeschoss erheblicher Rauchschaden entstanden. Die Polizei bezifferte die Höhe auf 150 000 Euro.

Sammelstelle

Die Betroffenen wurden zunächst in die nahe gelegene Hordtschule gebracht, wo die Feuerwehr eine Verletztensammelstelle eingerichtet hatte. Noch gestern hat die Stadt die Familien auf andere Heime verteilt. Insgesamt unterhält sie derzeit acht entsprechende Unterkünfte für rund 90 Personen. Daher habe es kein Problem damit gegeben, schnell Ersatzwohnungen zu finden.

Diese seien auch für einen längeren Aufenthalt problemlos geeignet; es handle sich keinesfalls um Provisorien, erklärte die Stadtverwaltung auf Anfrage. Sie will nun die Räumlichkeiten so schnell wie möglich wieder instand setzen lassen. to

Alle Bewohner retten sich

<p>Ein Bild der Zerstörung bot sich gestern in der Asylbewerberunterkunft an der Vredener Straße in Stadtlohn. Ein defektes Fernsehgerät hatte einen Brand ausgelöst. Heming</p>

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