Am ehemaligen Stadtlohner Krankenhaus Maria-Hilf Unangekündigte Großübung der Feuerwehr

Die Feuerwehr Stadtlohn erprobte die Menschenrettung für den Ernstfall.
Die Feuerwehr Stadtlohn erprobte die Menschenrettung für den Ernstfall. © Feuerwehr Stadtlohn
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Obwohl das Krankenhaus Maria-Hilf seit Ende Oktober geschlossen ist und dort keine Patienten mehr stationär versorgt werden, wird das Medizinische Versorgungszentrum dort weiterhin betrieben. Außerdem wird ein Teilbereich des ehemaligen Krankenhauses in Kürze zur vorübergehenden Unterbringung von Geflüchteten genutzt werden.

Vor diesem Hintergrund war es dem Klinikum Westmünsterland und der Stadt ein wichtiges Anliegen, die bestehenden Brandmeldevorrichtungen in den betroffenen Gebäudeteilen zu überprüfen und eine möglicherweise erforderliche Evakuierung von Menschen durch die Feuerwehr testen zu lassen.

Erfolgreiche Übung der Feuerwehr

So wurde das komplette Obergeschoss einer ehemaligen Station mit künstlichem Rauch eingenebelt, was wunschgemäß unmittelbar zur Auslösung der zur Kreisleitstelle geschalteten Brandmeldeanlage führte. Das im Leitstellenrechner hinterlegte Einsatzstichwort „Feuer BMA MVZ“ führte dann zum Zugalarm, wodurch die komplette Feuerwehr Stadtlohn und das DRK Stadtlohn auf den Plan gerufen wurden.

Die Erkundung vor Ort durch die eintreffende Feuerwehr ließ darauf schließen, dass sich noch rund ein Dutzend Personen im betroffenen Gebäudeteil aufhielten, die es zu retten galt. Um die Menschenrettung möglichst schnell einzuleiten, wurden etliche Atemschutztrupps zum Aufsuchen der Personen im Gebäude in Stellung gebracht.

Der Übungseinsatz verlief am Montagabend erfolgreich.
Der Übungseinsatz verlief am Montagabend erfolgreich. © Feuerwehr Stadtlohn

Außerdem rückte das Teleskopmastfahrzeug der Stadtlohner Wehr als auch die zusätzlich angeforderte Drehleiter aus der Nachbarwehr Vreden im Norden und Süden des betroffenen Gebäudetraktes an. So gelang es sehr zügig, alle Personen aus dem Gefahrenbereich zu evakuieren und dem DRK zur weiteren Versorgung zu übergeben.

Bei der anschließenden Manöverkritik waren sich alle Betroffenen einig, dass der Übungseinsatz erfolgreich verlaufen ist. Das Klinikum Westmünsterland als Betreiber der Gebäude konnte sich von der weiterhin gegebenen Funktionstüchtigkeit der vorhandenen Brandmeldevorrichtungen überzeugen. Feuerwehr und DRK konnten einmal mehr ihre Leistungsfähigkeit im Bereich der Menschenrettung mittels technischer Unterstützung unter Beweis stellen. Für den möglichen Ernstfall scheint sich also gut gerüstet zu sein.

Die nächste Übung steht für die Stadtlohner Feuerwehr bereits in knapp einer Woche auf dem Plan. Am Freitag, 2. Dezember, soll es eine Zugübung mit dem Schwerpunkt-Thema Atemschutz geben.