Anwohner nicht begeistert

Ausschuss beschließt Straßenerneuerung im Eichen-, Kiefern- und Tannenweg

22.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Doch da war die Entscheidung schon gefallen - und Rederecht gibt es für Zuschauer nicht, auch wenn es um ein Thema geht, das nicht unerhebliche Auswirkungen auf ihren persönlichen Geldbeutel hat. Es ging um ein Thema, das viele Anlieger in Stadtlohn betrifft: den Straßenausbau. Und dort müssen sich die Anwohner nicht nur beim Neubau an den Kosten beteiligen. Das gilt auch bei alten Straßen, die saniert werden müssen. Unstrittig immerhin: An der Kanalisation im Eichen-, Kiefern- und Tannenweg hat der Zahn der Zeit heftig genagt. Und auch die Oberfläche der Straßen hat mal bessere Zeiten gesehen. Die Konsequenz aus Sicht der Verwaltung: Die drei Straßen bekommen einen verkehrsberuhigten Ausbau - gepflastert, mit Baumscheiben und ausgewiesenen Parkflächen. An diesem Punkt mochten einige der Anwohner nicht mitmachen. Das bekundeten sie auch deutlich: In mehr als 40 Jahren sei die Decke lediglich immer wieder geflickt worden, Baumscheiben seien überflüssig, da es genügend Grün dort gebe, und Parkbuchten würden nur an der «optimalen Ausnutzung der Parksituation» hindern. In puncto Kosten bemühte sich der Teil der Anwohner, der einen Einspruch mit unterzeichnet hat, in zweierlei Hinsicht vorzubauen: Bei den Kosten der Kanalerneuerung sei man durch die Abwassergebühren in Vorleistung getreten, und Anliegerkosten für die Erschließung seien bereits beim Bau der Häuser gezahlt worden. Doch diese Argumente stießen weder bei der Verwaltung, noch in der Politik auf große Gegenliebe: Einstimmig sprach sich der Ausschuss für den Ausbau aus - in Pflasterbauweise, mit Baumscheiben und Parkflächen. Die Fachleute des Bauamtes hatten noch mal dargelegt, warum es bautechnisch unabdingbar sei, die betroffenen Straßen dem üblichen Standard entsprechend zu erneuern. Immerhin schien der massive Protest jedoch auch für ein nachdenkliches Moment gesorgt zu haben: Eine Prioritätenliste könnte künftig aufzeigen, wann welche Straße «dran» ist - und das Portemonnaie der Bürger. to

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