Am Hessenweg entstehen gerade in der Nachbarschaft der Kita La Vita etliche neue Einfamilien- und Doppelhäuser. Die Stadt will in nächster Zeit weitere Baugrundstücke in Stadtlohn bereitstellen. © Markus Gehring
Grundstücksmarkt

Baugrundstücke und Häuser in Stadtlohn sind vergleichsweise teuer

Wie teuer sind Baugrundstücke und Häuser in Stadtlohn? Auf diese Frage liefern der Kreis und das Land ganz konkrete Antworten. Preisangaben gibt es für jedes einzelne Wohnviertel.

Der Grundstücksmarktbericht liefert jährlich interessante Daten und Fakten zum Thema Bauen und Kaufen. Auf 192 Seiten gibt es Informationen zu Grundstückspreisen, Kaufpreisen von Häusern oder Mietniveau. Wir haben einige interessante Fakten für Stadtlohn herausgesucht.

Wie teuer ist ein Baugrundstück in Stadtlohn?

Der tatsächliche Verkaufspreis hängt natürlich immer von Angebot und Nachfrage, Lage und Größe des Grundstücks ab. Aber eine Orientierung bietet der sogenannte Bodenrichtwert. Mehrere Gutachter bewerten dafür die Grundstücke in bestimmten Gebieten.

In Stadtlohn liegt der Bodenrichtwert für mittlere Wohnlagen bei 160 Euro pro Quadratmeter. Das ist im kreisweiten Vergleich relativ teuer. In Vreden zum Beispiel liegt der Wert bei 140 Euro, obwohl die Stadt größer ist und mehr Einwohner hat.

Insgesamt ist der Bodenrichtwert in sechs Kommunen höher als in Stadtlohn. In neun Kommunen ist der Wert teilweise deutlich niedriger.

Wo in Stadtlohn ist es besonders teuer oder besonders günstig?

Das Land NRW stellt auf einer Karte im Internet (boris.nrw.de) ganz konkrete Daten für jedes Wohnviertel zur Verfügung. Der mit Abstand niedrigste Bodenrichtwert in Stadtlohn wird dort für das Wohngebiet am Esterner Landweg angegeben: 100 Euro pro Quadratmeter.

Auf der Internetseite des Landes NRW werden die Bodenrichtwerte für jedes Wohnviertel in Stadtlohn angezeigt.
Auf der Internetseite des Landes NRW werden die Bodenrichtwerte für jedes Wohnviertel in Stadtlohn angezeigt. © Land NRW © Land NRW

Nur wenige Meter weiter, auf der anderen Seite der Straße Breul, sind die Grundstücke schon 165 Euro pro Quadratmeter wert. Am teuersten sind Grundstücke in der Innenstadt. In der Nähe des Marktes liegt der Bodenrichtwert bei 425 Euro pro Quadratmeter. Das liegt neben der Lage wohl auch an den Bebauungsvorgaben, die in der Karte ebenfalls angegeben sind. In der Innenstadt sind anders als in den meisten Wohngebieten nämlich auch mehr als zwei Geschosse erlaubt.

Wie viel müssen Kaufwillige für ein Haus bezahlen?

Im Jahr 2020 wurden in Stadtlohn 96 bebaute Grundstücke verkauft. Der tatsächlich bezahlte Preis lag im Schnitt bei rund 333.600 Euro für Gebäude und Grundstück. Das sagt aber nichts über Alter oder Zustand der Immobilie aus.

Genauere Angaben liefert der Grundstücksmarktbericht aus Datenschutzgründen nur für die Region Heek, Legden, Schöppingen, Stadtlohn im Ganzen. Ein 25 bis 45 Jahre altes, freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus kostet hier 261.000 Euro, eine gleich alte Doppelhaushälfte liegt bei 152.000 Euro.

Wie sieht es bei den Preisen für Eigentumswohnungen aus?

Im Schnitt lag der bezahlte Quadratmeterpreis im vergangenen Jahr bei 2320 Euro. Für eine Neubau-Wohnung werden schon 2560 Euro fällig. Das macht bei einer Wohnung von 80 Quadratmetern einen Kaufpreis zwischen 185.600 und 204.800 Euro.

Das ist mehr als eine Doppelhaushälfte kostet, die im Schnitt mit 110 Quadratmetern Wohnfläche und 380 Quadratmetern Grundstück verkauft wird.

Wie hoch ist die Miete?

Bei den Mietpreisen kommt es sehr stark auf Alter und Ausstattung des Hauses oder der Wohnung an. Ganz klar: Je neuer und gehobener, desto teurer. Allerdings ist es in Stadtlohn so, dass die Miete in einem Ein- oder Zweifamilienhaus grundsätzlich etwas günstiger ist als in einem Mehrfamilienhaus.

Ein konkretes Beispiel: Die Kaltmiete in einem Ein- oder Zweifamilienhaus mit einem Baujahr zwischen 1995 und 2009 und mittlere Ausstattung liegt zwischen 4,95 und 6,35 Euro pro Quadratmeter. In einem gleich alten Mehrfamilienhaus kann man für 5,20 bis 6,60 Euro pro Quadratmeter wohnen.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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