Boll legt Vorsitz nieder

Stadtlohn Mit einem "Paukenschlag" hat Dieter Boll bei der Jahreshauptversammlung der Stadtlohner Kolpingsfamilie aufgewartet: Unter dem Tagesordnungspunkt "Wahlen" gab er bekannt, nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidieren zu wollen.

14.01.2008, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ratlosigkeit machte sich unter den Versammlungsteilnehmern breit, zumal als Folge dessen auch Stellvertreter Otger Möllers nicht kandidieren wollte. Boll begründete seine Entscheidung unter anderem mit beruflichen Belastungen sowie auch das ständige "Präsent-sein-müssen" als Vorsitzender der Kolpingsfamilie. Er wolle gerne weiter im Vorstand mitarbeiten, nicht aber als Vorsitzender und somit stets als erster Ansprechpartner. "Zudem", so verlieh Dieter Boll seiner Entscheidung weiteren Nachdruck, "muss die anfallende Arbeit zukünftig auf weitere Schultern verteilt werden."

Da vom Vorstand sowie auch aus der Versammlung heraus kein Kandidat für das Vorsitzendenamt gewonnen werden konnte, entschloss man sich, die Vorsitzenden-Ämter zunächst nicht zu besetzen und stattdessen einige Beisitzer zusätzlich in den Vorstand zu wählen, eben auch wegen einer besseren Verteilung der anfallenden Arbeiten. Den Vorstand bilden jetzt: Schriftführer wie bisher Karl-Heinz Kropp, Kassierer wie bisher Alfred Kramer und als Beisitzer Josef Volmer, Otger Möllers, Dieter Boll und Heinz Segbers. Zur Kassenprüferin wurde Irmgard Wewers gewählt.

Erfolgreiches Jahr

"Insgesamt", so (Noch-) Vorsitzender Dieter Boll, "kann die Stadtlohner Kolpingsfamilie wieder auf ein insgesamt erfolgreich verlaufenes Programmjahr 2007 zurück blicken." Für den Verband im Ganzen legte Vorsitzender Dieter Boll der Versammlung einen detaillierten Bericht vor. Viele Veranstaltungen hätten mit Erfolg durchgeführt werden können, wobei auch die Beteiligung der Mitglieder zufriedenstellend gewesen sei. Einige Groß-Veranstaltungen: das Bezirks-Kegelturnier in Stadtlohn, die Altkleidersammlung, der Besuch der Musikakademie in Nienborg, das Musical "Linie 1" in Coesfeld, die Radwallfahrt nach Kevelaer mit 45 Teilnehmern, das Thema Gesundheitsreform, die Kreiswallfahrt sowie auch die Seniorenfreizeit in Olpe. Beim mittlerweile 13. Kegelturnier konnte ein Reinerlös von circa 3000 Euro erwirtschaftet werden. Das Elisabeth-Hospiz sowie die Behindertenschule "Kleine Schule Sonnenstrahl" in der Dominikanischen Republik durften sich über je 1500 Euro freuen. he

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