Bürgermeisterkandidat Günter Wewers macht Politik im Biergarten

hzKommunalwahl 2020

Wahlkampf mal ganz entspannt: Bürgermeisterkandidat Günter Wewers sucht im Biergarten das Gespräch mit den Wählerinnen und Wählern. Wir haben das „Heimspiel“ im Losbergpark begleitet.

Stadtlohn

, 01.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als mündiger Bürger muss man sich doch informieren“, sagt Martin Wülfing und lacht. „Ich habe die Einladung auf Facebook gesehen und bin gerne gekommen.“ Im Bahn Biergarten im Losbergpark macht die Bürgerpflicht natürlich doppelt Freude. Der 67-jährige Stadtlohner sitzt am Biertisch mit dem Bürgermeisterkandidaten Günter Wewers in einer bunt zusammengewürfelten Runde.

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Günter Wewers hat zu diesem Biergartengespräch eingeladen. Dieser Abend im Losbergpark ist ein Heimspiel für ihn. Fürs ungezwungene Gespräch ist der Bürgermeisterkandidat der CDU immer zu haben. Langsam füllen sich die Tische rundum. Die Altersabteilung der Feuerwehr ist da. An einem anderen Tisch sitzen aktive Feuerwehrleute. Der Kandidat ist ja auch Feuerwehrchef.

„Mach bloß keine Antiwerbung“

Dann ist Günter Wewers zwei Mal wirklich überrascht: „Ich glaub es nicht: Mein Stammtisch aus Südlohn kommt. Ihr dürft mich ja nicht wählen, aber es ist schön dass ihr da seid.“ Und dann noch ein erfreuter Ausruf: „Mein Bruder aus Coesfeld ist auch da!“ Dann richtet er noch eine augenzwinkernde Mahnung an ihn: „Mach bloß keine Antiwerbung!“ Jetzt ist es Zeit für den Kandidaten, eine erste Runde zu geben.

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Thomas Veldscholten sitzt mit am Tisch von Günter Wewers. Der 39-Jährige sagt: „Das ist doch eine gute Gelegenheit, mal mit dem Kandidaten persönlich zu sprechen.“ Einer Partei gehört er nicht an. Aber er findet, dass Bürger sich einmischen müssen. Thomas Veldscholten engagiert sich in der Coronahilfe und hat das Autokino mitorganisiert. Was sind für ihn wichtige kommunalpolitische Themen? „Die Zukunft des Berkelstadions. Und die Stadt muss mehr tun, um den Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.“

Zuhören statt Patentrezepte

Aidan ist 17 Jahre alt und noch Schüler. Er ist im Juko (Jugendkomitee) aktiv. Natürlich interessieren ihn besonders die Jugendthemen. Aber nicht nur die. „Meine Familie hat eine neue Wohnung hier gesucht. Es war fast unmöglich eine zu finden. Fast hätten wir nach Südlohn ziehen müssen. Jetzt haben wir aber zum Glück doch eine gefunden.“

Keine langen Vorreden: Günter Wewers begrüßt die Gäste zum Biergartengespräch.

Keine langen Vorreden: Günter Wewers begrüßt die Gäste zum Biergartengespräch. © Stefan Grothues

Günter Wewers hört interessiert zu, fragt nach. Patentrezepte und Versprechungen hält er nicht bereit. „Wahlkampf ist auch eine gute Gelegenheit, mehr über die Sorgen und Nöte der Menschen zu erfahren, um sie dann politisch berücksichtigen zu können“, sagt er.

Kandidat wird oft mit Alltagsfragen konfrontiert

Immer donnerstags steht er auf dem Wochenmarkt am Wahlstand der CDU. „Es sind ja oft nicht nicht die großen politischen Anliegen, die den Leuten auf der Seele brennen, sondern die Alltagsfragen: Was ist mit der Wassergymnastik im Krankenhaus? Warum stehen in unserer Straße die Mülltonnen quer? Wie ist das mit dem Glascontainer?“

Jetzt setzt Günter Wewers die Maske auf und geht von Tisch zu Tisch, um Kugelschreiber und Notizblöcke mit seinem Konterfei zu verteilen. Es wird viel gelacht und gescherzt, mit den meisten ist der Kandidat per du. Am Tisch der Altersabteilung der Feuerwehr sagt Willi Schroeder: „Für mich ist die Sicherstellung der Wasserversorgung eines der wichtigsten kommunalpolitischen Themen der nächsten Jahre.“

„Was er sagt, das macht er auch“

Das finden auch die noch aktiven Feuerwehrkameraden am Nachbartisch. Sie lassen keinen Zweifel daran, wer ihr Favorit bei der Bürgermeisterwahl ist. Georg Bitting sagt: „Ich kenne Günter, seit wir vor 52 Jahren in die Grundschule kamen und habe ihn in der Feuerwehr noch besser kennengelernt.“

Und wie ist der Feuerwehrchef Wewers? Georg Bitting: „Der kann gut reden und Leute begeistern. Und er kann sich durchsetzen. Was er sagt, das macht er auch.“ Das hätte der Kandidat sicher gerne gehört. Doch der verteilt schon am Nachbartisch Kugelschreiber und Notizblöcke.

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