Die Impfung in der Impfstraße in Stadtlohn wird in einem der dafür vorhergesehenen Zimmer durchgeführt. © Kevin Michaelis
Corona-Impfung

Das DRK in Stadtlohn errichtet eine eigene Impfstraße – der Andrang ist groß

Das Deutsche Rote Kreuz hat in Stadtlohn eine Impfstraße errichtet. Am Sonntag wurden dort Hunderte Impfungen verabreicht. Sogar der Bürgermeister hat sich selbst ein Bild vor Ort gemacht.

Die Termine für eine Impfung waren im Vorfeld binnen kurzer Zeit vergeben. Trotzdem standen am Sonntag (21. November) bereits eine Stunde vor der Öffnung der Impfstraße etliche Menschen vor dem Gebäude des Deutschen Roten Kreuz (DRK) an der Gutenbergstraße in Stadtlohn.

Selbst Bürgermeister Berthold Dittmann ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen: „Ich finde es großartig, dass das Rote Kreuz in Stadtlohn im Ehrenamt eine mobile Impfstraße installiert hat. Ich freue mich, dass wir den Menschen jetzt auch noch ein Angebot geben können, sich zügig Impfen zu lassen und rufe alle auf, das gerne anzunehmen.“

Impftermine wahnsinnig schnell vergriffen

Doch wer einen der Impftermine ergattern wollte, musste schon zu Beginn des Wochenendes schnell sein. Bekannt gegeben hatte das DRK die Impfaktion am Freitag über seinen lokalen Facebook-Account. So hat es nach Angaben der Verantwortlichen des DRK nicht einmal eine Stunde gedauert, bis alle 300 verfügbaren Termine über die Chayns-App vergriffen waren.

Der Anfang der Impfstraße des DRK in Stadtlohn. Hier müssen sich alle Impfwilligen anmelden.
Der Anfang der Impfstraße des DRK in Stadtlohn. Hier müssen sich alle Impfwilligen anmelden. © Kevin Michaelis © Kevin Michaelis

Die Glücklichen, die einen der begehrten Termine erhalten haben, wurden dann im Viertelstundentakt durch die Impfstraße geleitet. Insgesamt sei es das Ziel 75 Impfungen pro Stunde durchzuführen: „Zunächst müssen sich alle, die kommen per QR-Code einscannen. Anschließend muss jeder eine Unterschrift leisten, dass keine weitere ärztliche Aufklärung notwendig ist und man mit der Impfung einverstanden ist“, erläutert Jürgen Rave, Leiter Rettungsdienst und verantwortlich für das DRK in Stadtlohn, das Prozedere.

Und weiter fügt er hinzu: „Anschließend wird dann in einem der dafür vorgesehenen Zimmer die entsprechende Impfung verabreicht. Danach wird die Impfung noch im Impfpass dokumentiert. Zum Schluss haben wir dann noch einen Ruheraum, wo sich die Menschen dann noch etwa einer Viertelstunde aufhalten können.“

Überwacht wird der Ruheraum durch ein Sanitäter-Team mit der nötigen Notfallausstattung, falls es eine allergische Reaktion geben sollte. Wie viele Erst-, Zweit- oder Booster-Impfungen jeweils verabreicht werden, konnte Jürgen Rave vorab noch nicht genau sagen. „Dass können wir erst hinterher nachvollziehen, wenn wir alle geimpft haben.“

Weitere Chance auf eine Impfung kommt

Alle diejenigen, die keinen Impftermin bekommen haben, sollen aber schon bald erneut die Chancen dazu kriegen. Laut Jürgen Rave werde es solchen Aktion künftig öfters geben. Er bitte demnach, dass Interessierte die sozialen Kanäle des ortsansässigen DRK aufmerksam verfolgen.

Der Schritt der Impfdokumentierung ist der Vorletzten in der Impfstraße in Stadtlohn.
Der Schritt der Impfdokumentierung ist der Vorletzten in der Impfstraße in Stadtlohn. © Kevin Michaelis © Kevin Michaelis

Bestellt worden seien erst einmal 480 Impfdosen, die auch sofort geliefert wurden. In welchem Umfang weitere Impfveranstaltungen stattfinden, könne er aber noch nicht genau sagen. „Wir brauchen dazu auch immer genügend freiwillige Helferinnen und Helfer“, so Rave.

Das Gute dabei: Die Impfungen beim DRK in Stadtlohn sind nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger aus dem eigenen Ort. Letztendlich könne sich dort jeder, der mag impfen lassen, egal wo er herkomme. Und die Nachfrage sei derzeit enorm. So wurden Impfstationen in anderen Städten und Gemeinden schon förmlich „überrannt“.

Eine ganz persönlich und ihm sehr wichtige Bitte hat Jürgen Rave an alle Impfwilligen noch abschließend: „Aufgrund der aktuellen Inzidenzlage bitte ich darum, dass die Leute mit einer FFP2-Maske kommen. Das ist kein Muss, aber wir haben hier nun mal auch durchgehend Begegnungsverkehr und es findet nicht draußen, sondern drinnen statt.“

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