Dem Feuer vorbeugen ist besser als löschen

Brandschau

Wenns brennt, kommt die Feuerwehr. Klar. Doch damit es gar nicht erst soweit kommt, findet bei Gewerbeobjekten, öffentlichen Gebäuden und auch landwirtschaftlichen Betrieben regelmäßig eine Brandschau statt.

STADTLOHN

, 24.02.2015, 18:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Brandschutztechniker und Feuerwehrmänner Ingo Abbing und Stefan van Bömmel machen den Job seit knapp einem Jahr nebenberuflich für die Stadt Stadtlohn. Rund 400 Objekte stehen auf ihrer Liste, die sie etwa alle fünf Jahre besuchen müssen. Am Montagvormittag ging es zum Schweinemastbetrieb von August Rietfort in der Bauerschaft Hengeler.

Rund 10000 Schweine sind hier auf fast 12000 Quadratmetern untergebracht. 1968 ist bei einem Großbrand das damalige Wohnhaus komplett abgebrannt, daher sind die beiden Feuerwehrmänner gern gesehene Gäste auf dem Hof. "Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist gut und wichtig. Auch beim Bau der neuen Ställe hat es immer wieder Termine gebeten, um zu schauen, wie es im Brandfall aussehen kann", erzählt der Landwirt. 2012 ist der letzte Stall gebaut worden.

Geprüfte Feuerlöscher

Bei der Begehung achten Abbing und van Bömmel nicht nur darauf, dass überall ein Feuerlöscher hängt. Sie schauen auch nach den Elektroinstallationen oder ob irgendwo Chemikalien Lagern, die besser getrennt aufbewahrt werden müssen. "Natürlich achten wir darauf, dass die Feuerlöscher geprüft sind, da reichen uns aber Stichproben", erklärt van Bömmel.

Anders sieht es aus, wenn die Feuerlöscher zu hoch angebracht worden sind, wie an zwei Stellen auf dem Hof von August Rietfort. "Wenn dort jemand ran muss, der nicht so groß ist, bekommt der den noch auf den Kopf", ergänzt Abbing. Ansonsten sind die beiden Experten mit dem Betrieb sehr zufrieden. "Die Elektroinstallationen sind vorbildlich, die Fluchtwege frei und an jeder Tür hängt ein Hinweis, wie sich Besucher und Mitarbeiter im Brandfall zu verhalten haben", zieht van Bömmel Bilanz.

Synergieeffekte

Neben dem vorbeugenden Brandschutz interessieren sich die beiden Stadtlohner Feuerwehrmänner aber noch für mehr. Zum Beispiel ob es auf dem Hof eine Güllegrube oder Zisterne gibt. "Das wäre im Einsatzfall besonders wichtig, damit nicht ausgerechnet dort unseren Teleskopmast aufstellen", erklärt Abbing. Diese Erkenntnisse fließen dann in die Objektakte, die auf dem Computer im Einsatzleitwagen der Feuerwehr hinterlegt ist.

"Bisher wurden die Brandschauen von Heinz Tenspolde aus Vreden durchgeführt. Da haben wir zwar die Berichte bekommen, aber keinen individuellen Blick auf das Objekt", ergänzt Abbing.

Lesen Sie jetzt