Digitale Ortseingangstafeln sollen Autofahrer in Stadtlohn begrüßen

hzOrtseingangstafeln

Sollen an den Ortseingängen in Stadtlohn digitale Ortseingangstafeln informieren und werben? Im Grundsatz zeigen sich Stadtlohns Politiker offen für diese Idee. Es gibt aber auch Skepsis.

Stadtlohn

, 03.09.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit verhaltener Zustimmung haben in der jüngsten Sitzung Stadtlohns Kommunalpolitiker auf den Vorschlag der CDU-Fraktion reagiert, an den Ortseingängen oder anderen Orten in der Stadt LED-Großdisplays zu installieren. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Stowermann nannte die digitalen Ortseingangstafeln in Ahaus als mögliches Vorbild.

Aktuelle Nachrichten auf den Displays

Die Displays, so Helmut Stowermann, könnten auf Veranstaltungen in Stadtlohn hinweisen und damit die alten Ortseingangstafeln ersetzen. Zusätzlich böten die digitalen Bildschirme die Möglichkeit, regelmäßig und kurzfristig aktuelle Informationen auszustrahlen, „zum Beispiel zum Thema Covid-19“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende.

Richard Henrichs, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, zeigte sich nicht grundsätzlich abgeneigt, trug aber noch Bedenken vor: „Was ist mit den laufenden Kosten? Müssen die Displays im Sommer gekühlt oder im Winter beheizt werden? Wie sieht das dann mit dem Stromverbrauch und den Klimafolgen aus?“

Skepsis und Zustimmung

Auch Martin Kömmelt (UWG) erklärte, er sehe die Großdisplays noch etwas „zwiegespalten“ und fragte: „Wer füttert denn die Tafeln mit Inhalten?“ Marlies Dertmann und Andrea Wiggering-Cirkel (beide FDP) zeigten sich dagegen sehr aufgeschlossen. „Ja, wir sollten Angebote einholen“, sagte Andrea Wiggering-Cirkel. „Wir können uns das gut vorstellen“, sagte Marlies Dertmann. Die Media Box der Münsterland Zeitung sei ja ein gutes Beispiel, wie das funktionieren könne.

Dapper: „Flimmerkisten nicht überall aufstellen“

Nur Reinhold Dapper (SPD) hatte dagegen grundsätzliche Bedenken: „Ich sehe das sehr kritisch. Drohen nicht Auffahrunfälle, wenn Autofahrer abgelenkt werden?“ Reinhold Dapper fürchtet darüber hinaus, dass die mediale Dauerberieselung persönliche Gespräche und Begegnungen stören könnte. „Ich will nicht überall dieses Flimmerkisten haben, vor allem nicht in der Innenstadt. Auf dem Marktplatz kommt das überhaupt nicht in Frage!“

Zunächst, so Helmut Stowermann, gehe es ja nur darum, ein Konzept zu entwickeln und Angebote einzuholen. Dabei spiele auch die Frage eine Rolle, wie die Displays über Werbung gegenfinanziert werden könnten. Über die konkreten Standorte sei erst später zu sprechen.

Helmut Stowermann betonte aber: „Durch die zukunftsorientierte Technik und das hochwertige Erscheinungsbild stellen die Displays ein sehr gutes Aushängeschild für die Stadt Stadtlohn dar.“ Am Ende stimmten alle Fraktionen diesem vorgeschlagenen Weg zu. Nur Reinhold Dapper stimmte dagegen.

Lesen Sie jetzt