Dodgeball-Beach-Cup in Stadtlohn: Zuversicht trotz Coronavirus

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Die Planungen für den Stadtlohner Dodgeball-Beach-Cup laufen trotz Corona-Krise. Weil sich die Lage aber täglich ändern kann, sei für alle Szenarien vorgesorgt, sagen die Veranstalter.

Stadtlohn

, 02.04.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zu keinem Event strömen in Stadtlohn jährlich mehr Besucher als zum Dodgeball-Beach-Cup (DBC) am Flugplatz Wenningfeld. Im vergangenen Jahr waren es nach groben Schätzungen zwischen 15.000 und 20.000 Menschen, die sich hier einen sportlichen Wettkampf lieferten oder einfach nur feierten.

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Die drei Organisatoren des Events – Hendrik Kemper, Martin Bienhüls und Martin Ellerkamp – sind stolz auf diese Zahlen. Allerdings wissen auch sie, dass über genau solche Veranstaltungen wegen des neuartigen Coronavirus aktuell viel diskutiert wird. Fällt der Dodgeball-Beach-Cup, der vom 6. bis 9. August geplant ist, 2020 also ins Wasser?

Dodgeball-Beach-Cup soll wie geplant stattfinden

Nach aktuellem Stand: nein. Auf Anfrage erklärt Hendrik Kemper: „Wir alle haben doch den Wunsch, wieder die Freiheit und Lebensfreude zu empfinden, die uns Events wie der Dodgeball-Beach-Cup bieten. Mehr denn je wissen viele genau das zu schätzen.“ Deshalb bleibe bei ihm die Zuversicht, den DBC im August stattfinden lassen zu können.

Die Organisatoren Hendrik Kemper (l.) und Martin Bienhüls sind genau wie ihr Partner Martin Ellerkamp zuversichtlich, dass der Dodgeball-Beach-Cup stattfinden kann.

Die Organisatoren Hendrik Kemper (l.) und Martin Bienhüls sind genau wie ihr Partner Martin Ellerkamp zuversichtlich, dass der Dodgeball-Beach-Cup stattfinden kann. © Stephan Teine

Allerdings sieht auch Hendrik Kemper dass eine Prognose vier Monate vor dem Start unmöglich ist: „Aktuell können wir als Veranstalter nicht mehr tun als weiterzumachen und unsere Lieferanten und Partner umfassend zu unterstützen. Sollte es jedoch Bedenken geben, werden wir eine verantwortungsbewusste Entscheidung im Sinne aller Beteiligten treffen.“

Gesundheit der Menschen hat „höchste Priorität“

Die Gesundheit der Gäste, Partner, Künstler und des eigenen Teams habe für die Veranstalter in jedem Fall höchste Priorität. Deshalb stehen Hendrik Kemper, Martin Bienhüls und Martin Ellerkamp auch seit den ersten deutschen Fällen von Covid-19 mit dem Kreis Borken im Kontakt.

Im Hintergrund werden die Planungen weiter vorangetrieben, um auf jeden Fall gerüstet zu sein, falls der Dodgeball-Beach-Cup wie erhofft stattfinden kann. „Derzeit gehen die Genehmigungsverfahren normal weiter. Das Event wird also weiterhin mit viel Leidenschaft für die Sache zu 100 Prozent vorbereitet. Auch die Künstler sind bereits komplett gebucht“, erklärt Hendrik Kemper.

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Ende Mai setzt er sich erneut mit seinen beiden Partnern zusammen, um die Lage gegebenenfalls neu zu bewerten. Für den Fall der Fälle hat man bereits einen Plan in der Tasche. „Es gibt natürlich mehrere Szenarien für den Fall, dass der DBC nicht wie geplant am zweiten Augustwochenende stattfinden kann“, betont Kemper. Tickets behalten so oder so ihre Gültigkeit. Alternativ gibt es eine Rückerstattung bei Absage oder Verschiebung des Events.

Große Sorgen um die Branche

Große Sorgen machen die sich Organisatoren des Dodgeball-Beach-Cups aber nicht nur um ihre Großveranstaltung. „Wir haben große Sorge um die gesamte Branche. Sie trifft es besonders hart“, erklärt Hendrik Kemper. „Sie war die erste, die komplett auf Null heruntergefahren wurde – und wird wahrscheinlich die letzte sein, die wieder in den Normalbetrieb zurückkehren kann.“

Weil viele Zulieferer und Partner schon jetzt um ihre Existenz kämpfen müssen, hofft Hendrik Kemper auf Unterstützung: „Wir hoffen, dass die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger groß genug ist und alle lokalen Betriebe den größtmöglichen Support bekommen, den sie gerade zum Überleben brauchen.“

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