Eigenes Profil entwickeln

Stadtlohn Heute steht der "Kompetenzcheck" auf dem Stundenplan, ab nächster Woche das Betriebspraktikum - gleich zwei Dinge, die die Neuntklässler der Herta-Lebenstein-Realschule in ihr neues Berufswahl-Portfolio eintragen können.

16.01.2008, 17:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigenes Profil entwickeln

<p>Klaus Stachowski (Mitte) vom Vorstand der Sparkasse Stadtlohn und Andreas Walde, Lehrer der Herta-Lebenstein-Realschule, überreichten gestern symbolisch die Sammelmappen mit dem Berufswahl-Portfolio an (v. l.) Stefanie Dicks, Marina Lensker und Robin Möllers aus der Klasse 9a. Winter-Weckenbrock</p>

Hinter dem Begriff verbirgt sich ein Sammelordner der, wie es Lehrer Andreas Walde ausdrückte, "ein zentrales Hilfsmittel bei der Berufswahl sein soll". Mit Hilfe des Ordnerinhalts solle den Schülern ermöglicht werden, ihr eigenes Profil zu schärfen - was dann auch für die Berufswahl und in Bewerbungsverfahren Vorteile bringen kann.

Einsatz dokumentieren

Denn alles, was über das Schulzeugnis hinausgeht wie Aktivitäten in Schul-AGs oder Engagement in oder außerhalb der Schule, wird im Portfolio dokumentiert. Am Ende der Schullaufbahn stehe mit dem Portfolio ein Wertpapierdepot, zog Schulleiter Ludger Terfrüchte einen Vergleich. Terfrüchte rückte das selbstständige, das selbstbestimmte Lernen in den Blickpunkt, das das Portfolio fördere: "Die Bausteine eröffnen euch Spielräume", rief der die Schüler dazu auf, sich anhand der Sammelmappe zu überprüfen. "Ihr könnt teilnehmen, euch den Anforderungen stellen - oder es lassen."

"Selbstmarketing betreiben" könnten sie mit ihrem neuen Instrument, riet Klaus Stachowski vom Vorstand der Sparkasse Stadtlohn den Schülerinnen und Schülern: "Die Mappe ist eine exzellente Referenz neben dem Zeugnis." Eigeninitiative, Selbstmotivation, soziales Engagement und Lernbereitschaft würden darin dokumentiert.

Kompetenz überprüfen

Solche so genannten "soft skills" - zu Deutsch "weiche Fähigkeiten" - würden Arbeitgeber bei Bewerbungsgesprächen zur Entscheidungsfindung heranziehen, wenn zwei Bewerber mit den gleichen Noten aufwarteten. Die Sparkasse Stadtlohn unterstützt das neue Konzept in der Berufswahlvorbereitung der Realschule mit einer Finanzspritze für die Portfolios, vor allem aber für den heutigen "Kompetenzcheck", den ein Institut mit den Neuntklässlern durchführt - auf freiwilliger Basis.

Bei Robin Möllers, Stefanie Dicks und Marina Lensker aus der Klasse 9a kommen die Bemühungen der Schule gut an. Beim Durchblättern des Portfolios finden sie auch gleich Bausteine, die sie für sich eintragen können: Robin spielt zum Beispiel Tennis und gibt Unterricht, Stefanie und Marina sind im Fußballverein aktiv, Stefanie betreut Kinder - und einen EDV-Kurs haben sie auch schon alle gemacht. Dass der Ordner die eine oder andere Anregung für weitere Aktivitäten bietet - auch das finden sie positiv. Schulleiter Terfrüchte scheint Recht zu haben mit seiner Aussage: "Ich wollt lernen, ihr wollt gut sein, es ist unsere Aufgabe, euch zu bestärken." ewa

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