Einfach wäre auch zu einfach gewesen

hzKommentar

Zur Diskussion um den geplanten Gutschein für die Unterstützung der Stadtlohner Einzelhändler und Gastronomen hier ein Kommentar

Stadtlohn

, 15.05.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was für eine Diskussion. Zusammengefasst: Ja, wir wollen die Händler in Stadtlohn unterstützen, aber nur manche. Also nur die, von denen wir glauben, dass sie es brauchen. Wie soll das funktionieren? Nach welchen Maßstäben sollen die Geschäfte ausgewählt werden? Sollen die Geschäfte ihre Bilanzen vorlegen, um auf ihren Umsatzrückgang hinzuweisen? Oder vielleicht einen Stundenzettel mit Öffnungszeiten in den vergangenen Wochen? Und wer wählt das aus? Das kann doch nur ungerecht werden. Und kompliziert.

Schon die Vorgabe, dass jeder Stadtlohner nur einmal einen bezuschussten Gutschein kaufen soll, ist ja ein ziemlicher Verwaltungsaufwand. Erst recht, wenn die Gutscheine nicht nur an einer zentralen Stelle, sondern auch online verkauft werden sollen. Mit einfacher und vor allem schneller Hilfe hätte das dann nicht mehr viel zu tun.

Befürchtung läuft ins Leere

Die Befürchtung, dass Aldi, Lidl und Co. die Förderung abgreifen könnten, läuft ins Leere: Diese Unternehmen beteiligen sich ja gar nicht an dem Gutscheinmodell in Stadtlohn. Aber warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.

Dass das Gutschein-Modell funktioniert, zeigt der Blick in die Nachbarstadt. Direkt zum Verkaufsstart haben sich in Ahaus lange Schlangen gebildet.

Jeder wollte ein Stück vom Kuchen abbekommen und wird das Geld in den Ahauser Geschäften investieren. So ist es ja zum Glück nun auch in Stadtlohn geplant. Wenn alles klappt, kann es sogar schnell gehen.

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