Eisenbahnmuseum Stadtlohn bekommt neue Signale von privatem Sammler

hzEisenbahnmuseum Stadtlohn

Zwei neue (alte) Signale bekam am Samstag das Eisenbahnmuseum in Stadtlohn geliefert. Aus einer privaten Sammlung in Siegen wurden sie ins Münsterland ausgeliefert.

Stadtlohn

, 12.05.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 33-jährige André Deutenbach aus Hilchenbach bei Siegen ist seit seiner Kindheit begeisterter Eisenbahnfan. Diese Leidenschaft hat er von seinem Großvater übernommen. Seit 15 Jahren ist er als Straßenbauer tätig und durch seine Kontakte zur Deutschen Bahn hat er sein Hobby deutlich aus- und viele ausgemusterte Teile zu Hause in seinem Garten aufgebaut.

Diesellok im Vorgarten

Vor vier Jahren kam zu seiner Sammlung eine Diesellok hinzu, die er günstig von einer Fabrik bekam, die ihre Tore für immer schloss. Auf einer Strecke von 15 Metern kann er damit sogar vor und zurück fahren, um sie am Laufen zu halten.

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Da er jetzt mittlerweile zu viele Sammlerstücke hat, die er im Garten nicht mehr alle unterbringen kann, wollte er sich von einigen Stücken trennen und bot diese im Internet an.

Mit dem Gabelstapler wird das Gleissperrsignal auf das Gelände transportiert.

Mit dem Gabelstapler wird das Gleissperrsignal auf das Gelände transportiert. © Raphael Kampshoff

Diese Anzeige sahen die Mitglieder des WLE-Eisenbahnmuseums und nach kurzer Verhandlung wurde man sich schnell einig, zwei Signale zu erwerben. „Er hat uns Bilder geschickt und einen guten Preis gemacht, da konnten wir nicht nein sagen," so Vorsitzender Rembert Vehlken bei der Übergabe.

Mit Gabelstapler vom Anhänger

André Breitenbach brachte die beiden Stücke persönlich mit einem Anhänger nach Stadtlohn. Mit gemeinsamen Kräften und einem Gabelstapler wurden die beiden Signale auf Paletten aufs Gelände des Vereins gelegt. „Ich habe jetzt genug Stücke zusammen und für einen guten Zweck wie das Eisenbahnmuseum hier gebe ich gerne auch was ab", so Breitenbach beim gemeinsamen Abladen.

Diese Bank fiel dem Vandalismus zum Opfer.

Diese Bank fiel dem Vandalismus zum Opfer. © Raphael Kampshoff

Für den Samstag war die Arbeit dann getan und man gönnte sich noch ein gemeinsames Frühstück bei Kaffee und Brötchen. Für die Mitglieder des Eisenbahnmuseums geht es aber weiter, die beiden Signale, ein mechanisches Vorsignal alter Bauart und ein mechanisches Gleissperrsignal, müssen noch aufgebaut werden. Hierfür werden erst zwei Löcher gegraben und dann ein Fundament gelegt, damit sie in Zukunft stabil bei den anderen Signalen stehen können.

Vandalismus am Museum

Aktuell stehen die sonstigen Aktivitäten des Vereins wegen Corona still. Die Parkeisenbahn kann noch nicht wieder betrieben werden. Probleme gibt es auch mit Vandalismus am Eisenbahnmuseum.

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Da sich die Jugendlichen nicht mehr im Park treffen können, suchen sie sich nun offenbar andere Ecken. Häufig seien sie jetzt am Gelände des Museums anzutreffen. Und trotz Videoüberwachung scheuten sie sich nicht eine aufgestellte Bank in ihre Einzelteile zu zerlegen.

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