Energie aus Biogas interessiert politischen Besuch

07.01.2008, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Stadtlohn Der CDU-Arbeitskreis "Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Entsorgung" war am vergangenen Samstag zu Gast auf dem Hof Döbbelt-Lepping in Almsick. Thema der Veranstaltung war die Nutzung von regenerativen Energien, dort am Beispiel der Biogasanlage, die Ludger und Benedikt Döbbelt-Lepping betreiben.

Rund 50 CDU-Mitglieder ließen sich in zwei Gruppen durch den landwirtschaftlichen Betrieb führen und von den Betreibern, die durch die Tochter des Hauses, Elisabeth Döbbelt-Lepping verstärkt wurden, die Funktionsweise der Biogasanlage erläutern. Der Betrieb Döbbelt-Lepping stelle insgesamt Strom für rund 800 Haushalte her, der ins Stromnetz eingespeist wird. Darüber hinaus erbrächten die beiden angeschlossenen Blockheizkraftwerke eine Wärmeleistung, mit der der Fermenter, der Nachgärer, die Schweineställe und das Wohnhaus geheizt würden. "Darüber hinaus haben wir noch Wärme übrig, die an die Umwelt abgegeben werden muss", erklärte Benedikt Döbbelt-Lepping. Bislang gäbe es noch keine wirtschaftliche Lösung, diese Wärme zu nutzen oder über Fernwärmeleitungen zu transportieren. "Mit dem Anstieg der Preise für konventionelle Energieträger wird es hier sicher eine Veränderung geben", ist sich Josef Schülting sicher, der für die CDU diese Arbeitskreissitzung organisiert hatte.

Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen gab Elisabeth Döbbelt-Lepping weitere technische Informationen zu den Biogasanlage, die im Juli 2005 in Almsick in Betrieb gegangen ist. "Momentan werden hier bei etwa 8000 Betriebsstunden im Jahr 2 800 000 Kilowattstunden elektrischer Strom erzeugt", so die Ingenieurin, die beim Vredener Biogasanlagenbauer PlanET beschäftigt ist. In der Hauptsache werde die Anlage mit Maissilage und Schweinegülle betrieben.

Josef Schülting dankte zum Abschluss der Familie Döbbelt-Lepping für die Informationen, Kuchen und Getränke und wies darauf hin, dass die Nutzung regenerativer Energien weiter auf dem Vormarsch sein werde.

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