Die Erdbeerpflanzen unter der Folie blühen bereits. Daniel Möllers Mensing ist zuversichtlich, dass er sein Feld Ende Mai für Selbstpflücker eröffnen kann. © Lisa Wissing
Ernährung

Erdbeeren selber pflücken: Was ist erlaubt und wann kann es losgehen?

Die selbst gepflückten Erdbeeren vom Feld sind doch am leckersten. Aber darf in diesem Jahr selbst gepflückt werden und was gibt es dabei zu beachten? Wir beantworten diese Fragen.

An einem klaren Sommermorgen Erdbeeren für den Kuchen pflücken: Was gibt es Schöneres? Wer dabei auf die Umwelt achten möchte, kauft Erdbeeren lieber regional und saisonal. Zum nächsten Erdbeerhof oder Erdbeerfeld fahren und sich dabei im freien betätigen hört sich nach einem perfekten Ausgleich zum Homeoffice an. Ob das genauso einfach ist, wie es klingt, fassen wir hier zusammen.

Anfang der Erdbeersaison

Um die wichtigste Frage vorweg zu beantworten: Ja, trotz Corona-Pandemie darf man dieses Jahr Erdbeeren selbst pflücken.

„Bei uns können die Erdbeeren hoffentlich ab Ende Mai gepflückt werden“, sagt Daniel Möllers Mensing (31). Er leitet zusammen mit seiner Frau Angelika Möllers Mensing den Erdbeerhof Möllers in Stadtlohn. Die Saison sei aber stark vom Wetter abhängig. Der Frost in den vergangenen Nächten habe den Früchten aber nicht geschadet, erzählt der Landwirt.

Wer Erdbeeren lieber selber pflückt, kann das bald in Stadtlohn beim Erdbeerhof Möllers machen.
Wer Erdbeeren lieber selber pflückt, kann das bald in Stadtlohn beim Erdbeerhof Möllers machen. © Lisa Wissing © Lisa Wissing

Die Hauptsaison für ihren Hof ist im Juni. Erdbeeren können aber von Ende Mai bis Mitte Juli hier gepflückt werden. Daniel Möllers Mensing baut die Erdbeeren mit verschiedenen Methoden an, um die Erntezeit über diesen Zeitraum hinaus auszudehnen. Die Erdbeeren der Sorte „Asia“ sind momentan mit einer Folie bedeckt, die wie ein Gewächshaus wirkt. „Wenn die Wetterlage stimmt, können hier Ende des Monats Erdbeeren selbst gepflückt werden.“

Gibt es Vorgaben zu beachten?

Beim Pflücken an sich muss nach heutigem Stand auf jeden Fall der Mindestabstand eingehalten werden. Am besten sollte auch ein eigener Korb mitgenommen werden. „Die Früchte sind sehr druckempfindlich“, erklärt der Hofleiter. Die beste Zeit zum selbst Ernten sei früh am Morgen, wenn der Tau noch auf den Erdbeeren liegt. „Dann sind sie am knackigsten und Druckstellen werden vermieden“, sagt Daniel Möllers Mensing. Die roten Früchte sollten danach direkt gegessen oder verarbeitet werden.

Auf ihrem Erdbeerhof sind Ein- und Ausgang separat. So bilden sich keine Menschentrauben. Auf dem Feld würden sich die Leute sowieso nicht „auf die Pelle rücken“, erklärt der Leiter des Erdbeerhofs. Denn dort, wo schon jemand pflückt, gibt es danach keine Beeren mehr. Deswegen haben sich die Besucher schon im letzten Jahr gut auf den Feldern verteilt, so der Landwirt.

Wenn die Wetterlage stimmt, öffnet der Hof zu den üblichen Zeiten. Geöffnet ist von Montag bis Samstag von 8 Uhr bis 13 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Sonntags in der Zeit von 9 Uhr bis 13 Uhr.

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