André Garwer ist von der App "Corhelper" überzeugt: "Je mehr Menschen mitmachen, umso früher und schneller kann mit der lebensrettenden Maßnahme begonnen werden". © Kreis Borken
380 „Corhelper“ im Einsatz

Ersthelfer André Garwer ist mit der App Corhelper schneller am Einsatzort

„Von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Notfallort – alles hat reibungslos funktioniert“, sagt André Garwer. Er ist einer von 380 registrierten Personen der Ersthelfer-App „Corhelper“. „Ich bin begeistert davon, wie schnell ich als Ersthelfer beim Patienten war“, erklärt André Garwer, der Notfallsanitäter an der Rettungswache Stadtlohn ist

André Garwer war an seinem arbeitsfreien Tag zu Hause. Plötzlich ging der Alarmton seines Handys an – die Ersthelfer-App „Corhelper“ meldete einen Einsatz. Ohne zu zögern nahm er diesen an. Eine GPS-Funktion in der „Corhelper-App“ zeigte ihm sogleich den Ort des Notfalls an.

App navigiert Helfer zum Einsatzort

Bedeutete für ihn: Schnell die Schuhe anziehen und los. Der Notfall war rund 650 Meter von seinem Zuhause entfernt. Die App navigierte den „Corhelper“ dorthin – von Alarmierung bis zum Eintreffen am Notfallort waren in diesem Fall circa zwei Minuten vergangen.

„Ich bin begeistert davon, wie schnell ich als Ersthelfer beim Patienten war“, erklärt André Garwer, der Notfallsanitäter an der Rettungswache Stadtlohn ist und zusätzlich auch die Abteilung „Rettungsdienst“ der Kreisverwaltung unterstützt. Es sei beeindruckend, wie reibungslos die Rettungskette funktioniert habe. Die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes könne so gut überbrückt werden.

380 Corhelper sind registriert

„Je mehr Menschen mitmachen, umso früher und schneller kann mit der lebensrettenden Maßnahme begonnen werden“, erklärt der 34-Jährige.

Eine erste Bilanz nach zwei Wochen „Corhelper-App“ kann sich sehen lassen: Mittlerweile sind etwa 380 Personen als „Corhelper“ registriert – täglich werden es mehr. Nach Inbetriebnahme der Ersthelfer-App ist zur Freude des Kreises Borken ein regelrechter Ansturm ausgebrochen. Viele Bürger im Kreis Borken, die über die entsprechenden Qualifikationen verfügen, registrieren sich als Ersthelfer.

Medizinische Qualifikation ist Voraussetzung

Voraussetzung hierfür ist eine vorliegende medizinische Qualifikation (mindestens 24 Stunden Grundausbildung, zum Beispiel als Rettungsassistent, Sanitätshelfer oder Pflegepersonal), die nach Registrierung in der App hochgeladen wird. Im Anschluss erfolgt eine Freischaltung durch die Fachabteilung „Rettungsdienst“ des Kreises Borken. Erste-Hilfe-Ausbildungen, die diesen Stundenumfang nicht erreichen, reichen aktuell für eine Freischaltung als „Corhelper“ noch nicht aus.

„Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass die App im Hintergrund des Smartphones geöffnet sein muss – anderenfalls erfolgt im Notfall keine Alarmierung“, erklärt Mareike Köhne, Projektkoordinatorin „Corhelper“ beim Kreis Borken.

Zum besseren Verständnis, wie der Einsatz eines Corhelpers aussehen könnte, hat der Kreis Borken ein Erklär-Video mit einer exemplarischen Darstellung einer Notfallsituation auf der Internetseite des Kreises Borken veröffentlicht.

Zum Hintergrund:

Die „Corhelper-App“ ist zurzeit für die Plattformen iOS und Android verfügbar. Qualifizierte Ersthelfer können die App auf ihrem Smartphone im iTunes App Store (iPhone Version) bzw. Google Play Store (Android) kostenlos herunterladen und eine Registrierung vornehmen. Weitere Informationen finden sich unter https://kreis-borken.de/de/service/themen/sicherheit-ordnung/sicherheit-ordnung/dienstleistungen-aufgaben/ersthelfer-app-corhelper/

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