Fleißige Helfer im Garten

27.11.2007 / Lesedauer: 2 min

Stadtlohn Lei Hensels war bei der vergangenen Monatsversammlung des Imkervereins Gescher-Stadtlohn-Velen und Umgebung hat als Referent zu Gast. Hensels ist in den Niederlanden der Fachmann für die Bestäubung aller Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen. Er berichtete den fast 40 Imkerinnen und Imkern über neue Wege der niederländischen Imkerei. Neben den Imkern, die sich beispielsweise auf Honigertrag oder Königinnenzucht spezialisiert haben, wächst der Kreis der Imker, der sich auf den Verleih von Bienenvölkern zur Bestäubung der Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen spezialisiert hat.

Hensels konnte überzeugend darlegen, dass Imker, Gärtner und Landwirte mehr voneinander und miteinander lernen müssen, um der Natur entgegen zu kommen. Bei der Bestäubung komme es nicht nur auf gute Witterungsbedingungen an, sondern auch auf Tageszeit und das mögliche Vorkommen von Konkurrenzblüten. Bei der Birne betrage die fruchtbare Bestäubungsperiode je nach Sorte oft nur vier bis zehn Tage, obwohl die Blüte des Birnenbaumes oft wesentlich länger andauere. Die Gurke könne hingegen nur innerhalb weniger Stunden bestäubt werden. Ist diese Zeit ohne einen Besuch eines Bestäubers verstrichen, gebe es keine Frucht. Der Imker müsse folglich die optimalen Bestäubungsperioden der zu befruchtenden Trachtpflanzen sehr genau kennen und dem Gärtner die Bienenvölker genau zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen, damit dieser die größtmögliche Ernte erziele.

Lei Hensels rief alle Imker auf, dahin zu wirken, dass diese für die Bestäubungsleistung ihrer Bienen angemessen entlohnt werden - statt wie bisher einen Obulus zu entrichten, damit diese Nektar sammeln dürfen.

Lesen Sie jetzt