Große Pläne für „Canario“: Doppelter Platz, Dachterrasse, Außentheke

hzStadtlohner Restaurant

Das Restaurant Canario in Stadtlohn läuft sehr erfolgreich. Daher möchte der Inhaber nun erweitern. Das Nebengebäude soll weichen und Platz für Außengastronomie und eine Dachterrasse machen.

Stadtlohn

, 19.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Can Hadraj, Inhaber des Restaurants Canario in der Stadtlohner Innenstadt, strahlt an diesem kalten Novembermorgen bis über beide Ohren. Ungewöhnlich für einen Gastronomen in diesen Zeiten, denn auch er musste Anfang des Monats sein Restaurant für den regulären Betrieb schließen und sich allein auf das Außer-Haus-Geschäft konzentrieren. Doch sich von Corona die Laune verderben zu lassen, entspricht nicht dem Naturell des gebürtigen Albaners.

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„Natürlich macht es mich manchmal traurig, wenn ich die leeren Tische sehen. Gäste sind die schönste Deko. Aber dann denk ich wieder: Ich bin gesegnet, dass ich meinen Traumjob an diesem Fleck der Erde ausüben kann“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion. Vor 13 Jahren eröffnete er an der Alten Poststraße das Canario. Seitdem brummt der Laden. Bei Stadtlohnern ist er genauso geschätzt wie bei Auswärtigen. Selbst Promis wie Mirja Boes, Eleonore Weisgerber, Fabian Hambüchen oder Guildo Horn waren hier schon Pizza oder Pasta essen.

65 Sitzplätze sind zu wenig

Mit den 65 Sitzplätzen, über die das Restaurant aktuell verfügt, kommen Can Hadraj und sein Team schon lange nicht mehr aus. „Seit Jahren denke ich darüber nach, mich zu vergrößern“, sagt der Stadtlohner Gastronom. 2019 kaufte er daher das benachbarte Grundstück, wo zuletzt ein Asia-Imbiss Platz fand. Nun will Hadraj die Erweiterung seines Betriebs mit Hochdruck vorantreiben. Obwohl der Antrag noch bei der Stadt liegt, hat er ehrgeizige Ziele. „Wenn es nach mir geht, ist im Mai 2021 alles fertig.“

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Mit Blick auf die (vorläufigen) Pläne äußert ambitioniert. Denn der Gastronom möchte das Nebengebäude komplett abreißen. Die dadurch gewonnene Fläche soll zum einen für die Erweiterung der Küche, vor allem aber für deutlich mehr Sitzplätze genutzt werden. Da das „Canario“ bisher über keine Außenplätze verfügt, ist eine Hybridlösung geplant. „Ein klassischer Wintergarten ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß. Daher stelle ich mir vor, dass wir in dem neuen Raum zwar überdachte Sitzplätze schaffen, aber bei gutem Wetter die Seiten komplett offen sind“, so Hadraj. Für das mediterrane Flair soll auch eine Außentheke hier Platz finden.

Cocktail nach dem Essen, aber keine Partys

„Die Leute können dann nach dem Essen noch einen Cocktail genießen. Die Getränkekarte werden wir noch erweitern“, erklärt der Stadtlohner und beruhigt sofort: „Es soll hier weiterhin alles sehr gediegen zugehen. Die Nachbarn müssen keine Sorgen haben, dass hier plötzlich Gartenpartys steigen.“ Als i-Tüpfelchen will Can Hadraj auf dem Dach eine VIP-Terrasse eröffnen: „20 Plätze für besondere Anlässe.“

Das Nebengebäude an der Alten Poststraße soll komplett abgerissen werden.

Das Nebengebäude an der Alten Poststraße soll komplett abgerissen werden. © Johannes Schmittmann

Am Grundkonzept – das ist dem Gastronom wichtig zu betonen – wird sich aber nichts ändern. „Wir bleiben ein Restaurant für jedermann – egal ob Erstklässler oder Krawattenträger.“ Auch in Zukunft werden Reservierungen nicht möglich. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht. Auch wenn einige es nicht verstehen können“, sagt Hadraj.

Beginn der Arbeiten noch unklar

Wann er genau mit den Arbeiten beginnen kann, ist unklar. Großes Vertrauen setzt er aber in die Stadt Stadtlohn „Ich kenne den neuen Bürgermeister zwar nur als Gast, aber er ist genau wie sein Vorgänger ein toller Typ. Ich bin sicher, dass wir zueinanderfinden. Da gab es nie Probleme.“ Schon jetzt gibt Can Hadraj an seine Gäste schon ein Versprechen ab: „Wegen der Umbauarbeiten wird das Canario keinen Tag schließen. Nur der Ruhetag am Dienstag bleibt heilig“, sagt er und lacht.

Der große Wunsch des Stadtlohners: „Ich hoffe, dass wir bis zu Widereröffnung die Pandemie einigermaßen im Griff haben.“ Mit deutlich ersterer Mine fügt Can Hadraj hinzu: „Wir leben in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt, das wahrscheinlich als erstes den Impfstoff bekommt. Niemand braucht diese Pandemie, aber sie wird vorübergehen. Aber andere Länder haben darunter viel mehr zu leiden als wir.“

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