Grundstückspreise für Owwering nicht unumstritten

Stadtlohner Rat

STADTLOHN Was in öffentlicher Sitzung begann, konnte erst nach einer Fortsetzung im nichtöffentlichen Teil des Rates sein Ende finden: Die städtischen Wohnbaugrundstücke am Owwering werden 90 Euro je Quadratmeter kosten - zuzüglich von Erschließungskosten, die je nach Lage unterschiedlich hoch ausfallen.

02.07.2009, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grundstückspreise für Owwering  nicht unumstritten

Der Plan verdeutlicht die Dimension des Neubagebietes.

Zuvor hatte es in öffentlicher Sitzung eine Debatte gegeben, bei der nicht nur Fragen zu dem Warum dieses für Stadtlohner Verhältnisse relativ hohen Preises - der brutto für einige städtische Grundstücke bei bis zu 133 Euro je Quadratmeter liegen dürfte - im Raum standen. Vielmehr gab es von Teilen der Opposition auch Kritik daran, dass die Stadt selbst nur noch einen verhältnismäßig kleinen Teil des Gebietes vermarkten kann: Zahlreiche Grundstücke werden durch Eigenvermarktung an den Mann gebracht oder seien durch Tauschgeschäfte an andere Eigentümer gegangen.

Dass es bei den Erschließungskosten wenig Spielraum gibt, hatte zuvor Bernhard van der Loo vom Steueramt aufgezeigt. Denn umgelegt werden müsse einiges: die Lärmschutzwand ebenso wie die Abbiegespur vom Westfalenring, aber auch die üblichen Erschließungskosten. Die Kosten dafür entfallen nicht auf alle Anlieger in identischer Höhe. Vielmehr gehe es zum Beispiel bei der Lärmschutzmauer darum, dass die näher gelegenen Grundstücke stärker davon profitieren - und deshalb auch mehr dafür bezahlen müssten. Und wo im Owwering nur auf einer Seite der Straße gebaut werden kann, schlagen dennoch die Gesamt-Ausbaukosten für diese Anlieger in voller Höhe durch. Ein besonderes Problem: Eigentlich gilt für die angrenzenden Freiflächen dort die Nutzung als Bauland. "Wenn da mal gebaut wird, bezahlen die dann neuen Anwohner also nichts", so Bernd Schöning (FDP). Eine Bebauung sei aber nicht möglich, weil die Fläche als Grünausgleich diene, so Bürgermeister Helmut Könning.

Infrastruktur

Zum Abbruch der öffentlichen Erörterung kam es, als Reinhold Dapper (SPD) wissen wollte, wie hoch der "Infrastrukturausgleich" bei den Kosten durchschlägt. Diesen berechnet die Stadt für Vorsorgeleistungen wie Kindergärten, Schulen, Spielplätze und Radwege. to

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