Helga Streffing lässt Schulpsychologin diesmal in Stadtlohn ermitteln

hzMünsterland-Krimi

Die Reihe der Münsterland-Krimis um die Münsteraner Schulpsychologin Hannah Schmielink hat auch in Stadtlohn einige Anhänger. Diese dürfen sich nun über noch mehr Lokalbezug freuen.

Stadtlohn

, 16.11.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Fans von Münsterland-Krimis ist die Münsteraner Schulpsychologin Hannah Schmielink keine Unbekannte. Auch in Stadtlohn dürfte bei einigen Leselustigen beim Klang dieses Namens etwas klingeln. Schließlich war Helga Streffing, die Schöpferin der Reihe mit nun sieben Bänden, schon zwei Mal zu einer Lesung zu Gast.

„Dabei habe ich einen sehr schönen Eindruck von der Stadt gewonnen“, erzählt die Autorin aus Rheine. Diese Besuche und das stets große Interesse im westlichen Münsterland hätten sie ermuntert, ihre Protagonistin auch einmal in Stadtlohn ermitteln zu lassen.

Krankenhaus und Innenstadt sind Stadtlohner Schauplätze

In Helga Streffings neuestem Werk „Tod im Nachbarhaus“ liegt Hannah Schmielinks Mutter nach einem unerklärlichen Sturz in Stadtlohn im Krankenhaus. Die Psychologin hält sich im Buch auch in der Innenstadt oder auf dem Markt auf.

Weitere Schauplätze des Romans sind neben Münster Gescher und Billerbeck.

Hannah Schmielinks siebter Fall spielt in der Adventszeit und ist, wie die Autorin versichert, „garantiert coronafrei“. Unter anderem spaziert die Psychologin auch über den Giebelhüüsken-Weihnachtsmarkt in Münster. „Man kann die aktuellen Schwierigkeiten bei der Lektüre ganz gut an die Seite legen“, glaubt Helga Streffing an das Ablenkungspotenzial ihres Romans.

Alles deutet zunächst auf ein Familiendrama hin

Hannah Schmielink wird ganz privat in den Fall hineingezogen, weil sie ihre Mutter unterstützen muss. Diese hat mit einer beginnenden Demenz zu kämpfen. Das ist ein für den Fall nicht unwichtiger Faktor. „Vielleicht hat sie etwas mitbekommen, aber sie erinnert sich nicht“, bleibt die Autorin geheimnisvoll.

„Tod im Nachbarhaus“ ist das erste Buch, das die 64-Jährige nach ihrer Pensionierung geschrieben hat. Zuvor war sie Lehrerin und einige Jahre lang auch als Schulseelsorgerin tätig.

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In ihrem neuen Werk ist in Gescher unter ungeklärten Umständen die Nachbarin von Hannah Schmielinks Mutter ums Leben gekommen. Außerdem fehlt Geld. War es Mord?

Helga Streffing war mit ihren Münsterland-Krimis schon zwei Mal bei Lesungen in Stadtlohn zu Gast.

Helga Streffing war mit ihren Münsterland-Krimis schon zwei Mal bei Lesungen in Stadtlohn zu Gast. © MEISEL-KEMPER

Hannah und ihr Ehemann Jan von der Kripo Münster schalten sich in das Geschehen ein. Zunächst sieht alles nach einem Familiendrama aus. Hannah hat alle Hände voll zu tun, sie und ihre Schwester müssen sich unter anderem mit der Betreuung ihrer offensichtlich hilfebedürftigen Mutter auseinandersetzen.

Das ganze Münsterland wird zum Schauplatz der Krimi-Reihe

Gleichzeitig entwickelt sich rund um die festlich zur Adventszeit geschmückte Sonnenstraße ein mysteriöses Geschehen. Zwar wird wie in jedem Jahr das heimelige adventliche Glockenfest veranstaltet. Dies kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Anwohner der Sonnenstraße offenbar etwas zu verbergen haben. Schließlich verschwindet einer von ihnen, für Hannah spitzt sich das Geschehen zu.

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„Ich habe mir vorgenommen, alle Ecken des Münsterlandes mal zum Schauplatz für einen Krimi zu machen“, erzählt Helga Streffing. Obwohl Rheine ja ein ganzes Stück von Stadtlohn oder Ahaus entfernt sei, wisse sie um das große Interesse an regionalen Krimis in dieser Region. Ihr nächstes Werk könnte möglicherweise im östlichen Münsterland in der Gegend um Drensteinfurt spielen.

Keine brutalen Szenen in „Tod im Nachbarhaus“

Auch für eher zartbesaitete Leser ist der neue Krimi laut der Autorin bestens geeignet. „Die Leichenfunde werden nur indirekt geschildert. Die Spannung entsteht mehr durch das Miteinander der Personen. Außerdem kann jeder Leser ein bisschen miträtseln“, wirbt die Rheinenserin auch um neue Leser.

Vielleicht fühlt sich der eine oder andere Krimi-Liebhaber in Stadtlohn ja durch den lokalen Bezug besonders angesprochen.

„Tod im Nachbarhaus“ ist im Dialogverlag erschienen und ab sofort im Buchhandel erhältlich. Der neue Krimi hat 312 Seiten und kostet 12,80 Euro.
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