Wählerinnen und Wähler im Kreis Borken sind immer weniger an bestimmte Parteien gebunden. © picture alliance/dpa
Meinung

Hochburgen bröckeln, aber das bedeutet nicht Stabilitätsverlust

Die Politik wird auch im schwarzen Münsterland bunter. Die Zeiten der absoluten Mehrheiten sind vorbei. Davor muss man sich nicht fürchten, meint Redakteur Stefan Grothues.

Das Münsterland ist eine CDU-Hochburg. Aber die Mauern bröckeln ein wenig. Und das nicht erst seit diesem Wahlsonntag. Schon die Kommunalwahl 2020 hat gezeigt, dass christdemokratische absolute Mehrheiten auch im Kreis Borken keine Selbstverständlichkeit mehr sind. Das bedeutet nicht unbedingt Stabiltätsverlust. Es bringt aber eine neue politische Dynamik, auf die sich Wähler und Politiker einstellen müssen.

Verjüngung schafft neue Dynamik

Im Wahlkreis Borken II hat die Unionsfrau Anne König in den vergangenen elf Monaten für Dynamik gesorgt und den Platzhirschen Johannes Röring erfolgreich herausgefordert. Ihr Wahlergebnis zeigt, dass die CDU mit frischem Wind durchaus punkten kann.

Apropos frischer Wind: Mehr als jeder dritte Wähler ist über 60 Jahre alt, nur jeder siebte jünger als 30 Jahre alt. Schulprojekte in Stadtlohn haben gezeigt, dass auch 16-Jährige über ein politisches Bewusstsein und die Reife verfügen, um über ihre Zukunft mitzuentscheiden. Es ist Zeit für eine Herabsetzung des Wahlalters.

Neben der hohen Wahlbeteiligung gibt es noch ein erfreuliches Wahlergebnis im Kreis Borken: Auch in schwierigen Zeiten mit großen Zukunftsaufgaben behalten die Wählerinnen und Wähler im Kreis Borken einen klaren Kopf und geben Rechtspopulisten und Rechtsextremisten keine Chance.

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