Husarenkapelle nimmt Zuschauer mit auf musikalische Zeitreise

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Das Herbstkonzert der Husarenkapelle fand unter Corona-Bedingungen statt. Die Musik brachte die Zuschauer in die Zeit der russischen Revolution aber auch in Science-Fiction-Stimmung.

Stadtlohn

, 11.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gegensätze im wahrsten Sinne des Wortes präsentierten die Blasmusiker der Stadtlohner Husarenkapelle bei ihrem Herbstkonzert am Samstag und Sonntag in der Stadthalle.

Von russischer Klassik bis zum Science-Fiction-Soundtrack, vom Musical der „Revolution Francaise“ bis zur Neuen Deutschen Welle reichte das kontrastreiche Programm der Husaren. Beim Einzug der Musiker stellte Peter Tertling seine Kollegen aus den einzelnen Instrumentengruppen persönlich vor. Vorsitzender Thomas Lüfkens begrüßte die Freunde der Blasmusik, die laut Corona-Regeln mit Abstand zu zweit oder dritt im großen Saal Platz genommen hatten.

Fanfarenklang und Marschrhythmus der russischen Revolution

Unter dem versierten Dirigat von Heiner Niehaves ging es zum Auftakt mit Fanfarenklang und im Marschrhythmus musikalisch zurück in die Zeit der russischen Revolution. Historisches Bildmaterial dazu konnten die Gäste rechts und links der Bühne auf Monitoren mit verfolgen.

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Beim Vorjahres-Herbstkonzert reisten die Husaren noch musikalisch rund um die Welt. „An eine Reise um die ganze Welt ist schon gar nicht mehr zu denken“ mahnte Thomas Lüfkens, der als geschichtskundiger Moderator zusammen mit den Musikerinnen Mareen und Sophie durchs Programm führte. Sie verstanden es, die durch Literatur und Film inspirierten Musikwerke locker und unterhaltsam zu erläutern.

Mit „Viktors Tale“ intonierte das Orchester Filmmusik, die das Schicksal eines Immigranten thematisiert, der nicht in seine Heimat zurückkehren kann und auf dem Flughafen New York bleibt. Die Atmosphäre dieser Story vermittelten mit viel Gefühl Anke Schwietering an der Klarinette und Heiner Niehaves am Akkordeon in ihren Soli.

Zwischen Guardians of the Galaxy und Neue Deutsche Welle

Bestens einstudiert und gut musiziert von den Jungen Husaren unter der Leitung von Fabian Feldhaus war der Soundtrack der „Guardians of the Galaxy“. Ein Werk, das mit Musik die Abenteuer einer Gruppe von Superhelden beschreibt, die das Universum vor Bedrohungen schützen soll, so die Moderatorin. Großer Applaus des Publikums.

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Als ein Werk von höchster Dramatik mit lyrischen Intermezzi meisterte das Orchester „The Witch and the Saint“ von Steven Reineke, eine Komposition, die das Instrumentarium der Husarenkapelle ganz und gar forderte und nahezu in einer Hymne mündete. Dem Pop-Jahrzehnt der 80er huldigten die Husaren mit einem flotten Medley aus den Erfolgen der Neuen Deutschen Welle mit Ohrwurm-Garantie: Zur Freude der Zuhörer klangen Hits wie „Dein ist mein ganzes Herz“ von Kunze, „Wunder geschehen“ von Nena und „Major Tom“ von Peter Schilling durch die Stadthalle.

Dankbar applaudierten die Blasmusikfreunde und Heiner Niehaves dirigierte mit dem Traditionsmarsch vom „Treuen Husar“ den Ausklang des großen Herbstkonzerts der Husarenkapelle.

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