Statt Lossprechung der Tischlergesellen nur Ehrung der Jahrgangsbesten

hzEhrung der Tischlergesellen

Normalerweise werden die Gesellen der Tischler-Innung in einer Lossprechungsfeier geehrt und die Gesellenstücke ausgestellt. In diesem Jahr wurden nur die Jahrgangsbesten ausgezeichnet.

Stadtlohn

, 12.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ganz im Zeichen der Corona-Beschränkungen stand die Lossprechung der Tischlergesellen der Tischler-Innung Ahaus in diesem Jahr. 5 Gesellinnen und 65 Gesellen erwarben in diesem Jahr ihren Gesellenbrief. Mit 136 Mitgliedsbetrieben zählt die Tischler-Innung Ahaus zu den Größten in NRW.

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„61 Prozent der Gesellen werden in ihren Betrieben weiterbeschäftigt. 13 Prozent streben eine Weiterbildung an. Der Rest orientiert sich anders. Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft bietet das Tischlerhandwerk weiterhin sehr gute berufliche Perspektiven in der Region“, fasste Daniel Janning, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, die Zukunftspläne und -chancen der neuen Gesellen zusammen.

Vorbereitung auf Gesellenprüfung anders als sonst

Der fünfköpfige Prüfungsausschuss unter der Leitung von Bernd Wessendorf hatte die drei Jahrgangsbesten ermittelt, die in einer internen Feier in der Stadthalle in Stadtlohn ihre Auszeichnungen erhielten.

Michael Dornbusch, David Effing und Jan Terhörst (vorne v.l.) wurden als Jahrgangsbeste ausgezeichnet.

Michael Dornbusch, David Effing und Jan Terhörst (vorne v.l.) wurden als Jahrgangsbeste ausgezeichnet. © Elvira Meisel-Kemper

Auch die Vorbereitung auf die Gesellenprüpfung lief in diesem Jahr nicht so ab wie in den vorherigen Dekaden. „Seit März hatten wir nur drei Tage Prüfungsvorbereitung im Berufskolleg. Normalerweise kann man die früheren Prüfungen durchgehen, um sich vorzubereiten. Das entfiel in diesem Jahr“, so Michael Dornbusch. „Im Berufskolleg für die Theorie zu lernen, ist doch einfacher“, ergänzte David Effing.

Dennoch fühlten sich die Jahrgangsbesten bestens vorbereitet auf die Gesellenprüfung, denn in den Betrieben erhielten sie noch mehr Unterstützung als sonst. „Wir hatten sehr viel Zeit, in der Firma zu lernen“, bestätigte Jan Terhörst, der viel mit David Effing zusammen gelernt hat, da beide im selben Betrieb arbeiteten.

Gesellenstücke wurden trotzdem angefertigt

Unberührt von den Einschränkungen in der theoretischen Vorbereitung verlief die Anfertigung der Gesellenstücke. „Anfangs habe ich gedacht, wie man das alles schaffen soll. Doch dann lief alles ganz normal“, erinnerte sich Effing. „Ich konnte in meiner Firma die Vorzeichnungen dafür am PC machen“, bestätigte Dornbusch. Letzterer strebt eine Weiterbildung als Berufsschullehrer für Holztechnik an. Terhörst sattelt um in den Beruf des Fliesenlegers und Effing wird vorerst als Tischler in einer neuen Firma weiterarbeiten.

Das sind die Jahrgangsbesten:

1. Platz und Johann-Heinrich-Riesener-Preisträger: David Effing aus Vreden (Dula-Werke Dustmann & Co GmbH)

2. Platz: Jan Terhörst aus Vreden (Dula-Werke Dustmann & Co GmbH)

3. Platz: Michael Dornbusch aus Ahaus (Holztechnik Schwanekamp aus Vreden)

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