Karte für helfende Hände einführen

Ehrenamt fördern

STADTLOHN Die Arbeit besonders engagierter Stadtlohner möchte die Stadt mit einer Ehrenamtskarte anerkennen - dafür konnten sich alle Mitglieder des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport in der jüngsten Sitzung begeistern.

07.07.2009, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Karte für helfende Hände einführen

<p>In Stadtlohn ist das ehrenamtliche Engagement - hier Feuerwehrleute beim Einsatz - vielfältig. Die Ehrenamtskarte soll für sie ein kleines Dankeschöns sein. Herbers</p>

Noch in diesem Jahr - voraussichtlich Ende November oder Anfang Dezember - sollen die ersten Karten feierlich verteilt werden. Doch zunächst wird die Verwaltung die Geschäftsleute in der Stadtlohner Innenstadt anschreiben und durch eine Informationsveranstaltung für die Unterstützung der Ehrenamtskarte werben.

Angestoßen hat das Projekt, das bürgerschaftliches Engagement anerkennen und fördern soll, das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) des Landes NRW. Doch: "Nicht jeder soll die Karte erhalten, sondern nur die äußerst Engagierten", betont Fachbereichsleiter Günter Wehning auf Anfrage der Münsterland Zeitung.

Ansporn für Jüngere

Sie werde an Bürger ausgehändigt, die sich über das normale Maß hinaus engagierten und nicht bereits auf anderem Wege eine Würdigung ihrer Arbeit erhalten hätten. Insbesondere für die "stillen helfenden Hände" in Vereinen und Institutionen, die keine Gegenleistung für ihre Tätigkeit erhalten, sei die Karte gedacht. Das Alter spiele dabei eine untergeordnete Rolle. Wer sich bewährt habe, könne auch schon in jungen Jahren die Karte und die mit ihre verbundenen Vergünstigungen erhalten. "Dies betrachten wir auch als gutes Instrument zur Förderung der ehrenamtlichen Arbeit an sich", so Wehning. Mit der Ehrenamtskarte sind in ganz NRW Vergünstigungen beim Eintritt zu kulturellen und sportlichen Veranstaltungen, Museen, Schwimmbädern und anderen Freizeit- oder Bildungseinrichtungen verbunden. Die Stadt möchte entsprechend den ermäßigten Besuch der Musikschule und günstigeren Eintritt in Schwimmbäder, zu Kulturveranstaltungen und Konzerten ermöglichen. Weitere Vergünstigungen sollen mit Gewerbetreibenden abgestimmt werden.

Ministerium unterstützt

Die Kosten seien nicht genau zu beziffern, da sie von der Zahl der ausgegebenen Karten und deren Inanspruchnahme abhingen, würden aber von der Stadt nicht als besonders hoch veranschlagt, so Wehning weiter. Im Gegenteil: Diese rechne sogar insgesamt mit einem Anstieg der Besucherzahlen. Das Ministerium plane darüber hinaus, Kommunen bei der Umsetzung der Ehrenamtskarte unter anderem mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 1500 Euro zu unterstützen. kh

www.ehrensache.nrw.de

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