Kartoffeltour in Stadtlohn: Durch den Regen zur Kartoffel-Mahlzeit

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Regen, Regen, Regen. Es wollte gar nicht aufhören zu regnen am Sonntag. Die Kartoffeltour musste trotzdem nicht ganz ohne Radfahrer stattfinden.

von Andreas Bäumer

Stadtlohn

, 18.08.2019, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zeltunterstände, Regenkleidung und Wetter-Apps waren die heimlichen Helden der diesjährigen Kartoffeltour in Stadtlohn. Bürgermeister Helmut Könning verzichtete beim Start auf dem Marktplatz auf seine Rede. Die wenigen pünktlich dort Startenden begrüßte er persönlich. „Das waren ungefähr 20 bis 25 Leute,“ berichtet Martin Auras, Geschäftsführer beim Stadtmarketing Stadtlohn. Erst nach 13 Uhr fanden sich mehr Radfahrer auf den beiden Strecken der Tour ein.

Kartoffeltour in Stadtlohn: Durch den Regen zur Kartoffel-Mahlzeit

Wie Dominik und Karin Rems (l.) begannen am Sonntagmorgen nur vereinzelt Gruppen ihre Kartoffeltour am Stand des Stadtmarketing Stadlohn. © Andreas Bäumer

Im Südwesten führte eine Kartoffeltour von 19 Kilometern zu je einem Stand des Klinikrestaurants, der Gaststätte zum Töpferkrug und der Bäckerei König, im Nordosten boten die Jugend-Feuerwehr, die Gaststätte Lobbe, das Landhaus Eichenhof und das Jugendrotkreuz an einer Tour von 20 Kilometern Kartoffelsnacks an.

Teilnahme an der Kartoffeltour ist „Ehrensache“

Die Bewirtenden hatten sich auf das Wetter gut eingestellt, die Teilnehmer waren tapfer bis sehr zufrieden. Karin und Dominik Rems zum Beispiel starteten früh und waren enttäuscht, als der Stand eines Restaurants unangekündigt fehlte. Dafür genossen sie die Schwenkkartoffeln mit Lachs am Klinikrestaurant umso mehr. Bei der zweiten Begegnung erzählten sie: „Wir sind jetzt beide Runden gefahren.“

Silke van der Kuil und Tochter Auri gesellten sich nach einer Fahrt durch den Regen unters Zelt der Jugendfeuerwehr, als fast die einzigen Gäste. „Wir sind hier, um die Jungs zu unterstützen, fahren gleich aber die Tour weiter. Das ist Ehrensache“, erklärt die Mutter und ergänzt, dass der Sohn auch bei der Truppe ist.

Kartoffeltour in Stadtlohn: Durch den Regen zur Kartoffel-Mahlzeit

Nachbarin Monika Kemper versorgt sich ersteinmal bei Elke Terbrack und Käthe Lüttefrenk (v.l.) von der Gaststätte Lobbe mit frischen Kartoffelpuffern. © Andreas Bäumer

Michael Busert, stellvertretender Stadtjugendwart der Feuerwehr, erinnerte sich, dass im vergangenen Jahr um 11 Uhr bereits 30 Gäste an diesem Stand waren. Die wenigen Gäste in diesem Jahr seien bedauerlich. Der Erlös wird nämlich eins zu eins an die Jugendfeuerwehr gehen, wie Caterer und Feuerwehrmann Manfred Klümper berichtet.

800 Stempelkarten im vergangenen Jahr

2018 sind insgesamt 800 Stempelkarten von den Teilnehmer-Gruppen der Kartoffel-Rallye eingesammelt worden. In diesem Jahr wird es vielleicht ein Viertel sein. Manche nahmen in diesem Jahr einfach das Auto, manche gingen zu Fuß nur zum nächsten Stand wie Monika Kemper. Sie stellte ihren Korb samt eigenem Geschirr auf die Theke bei der Hütte am Losbergpark. Hier sorgten Käthe Lüttfrenk und Elke Terbrack von der Gaststätte Lobbe für ihr Mittagessen: Reibeplätzchen aus frischen Kartoffeln mit Apfelmus. Nach dem Essen wollte Kemper dann auch selbst losfahren.

Kartoffeltour in Stadtlohn: Durch den Regen zur Kartoffel-Mahlzeit

Junge und ältere Feuerwehrleute empfingen zunächst wenige Gäste an ihrem Stand auf der Kartoffeltour. © Andreas Bäumer

Vielleicht hat Jost Lammers dann auch ihr den Weg zum Landhaus Eichenhof gewiesen. Seit dem Morgen saß er unter einem Schirm am Düwing Dyk, um die Radfahrer zur Festscheune umzulenken. Statt in einer nahen Hütte bot das Team dort Kuchen, Kaffee und Bauernfrühstück an. Hier konnten die Radfahrer im Warmen und Trockenen verschnaufen. „200 Stücke Kuchen haben wir für die diesjährige Tour gemacht. Da muss noch was kommen, sonst müssen wir die ganze Woche Kuchen essen,“ hoffte Besitzer Richard Lammers am frühen Sonntagnachmittag, kurz bevor der Regen endlich aufhörte.

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