Kitaschließung: Abstrich brauchte nicht drei Tage für den Weg ins Labor

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Der Abstrich des Coronatests, der zur Schließung des Don-Bosco-Kindergartens führte, brauchte für seinen Weg ins Labor nicht drei Tage. Das betont der Arzt, dessen Praxis den Test durchführte.

Stadtlohn

, 07.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

90 Kinder des Stadtlohner Don-Bosco-Kindergartens und ihre Erzieherinnen müssen seit Montag für 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben, weil eine Erzieherin bei einem Routinetest positiv auf Corona getestet worden war. In der Quarantäne-Verfügung der Stadt Stadtlohn hieß es, der Abstrich sei schon am 29. September, also am Dienstag vergangener Woche erfolgt. Im Labor aber traf der Abstrich nach Darstellung des Gesundheitsamtes aber erst am Freitag, 2. Oktober, ein.

Abstrich erfolgte erst am 1. Oktober und nicht am 29. September

„Dieser genannte Zeitablauf ist nicht korrekt“, erklärte Allgemeinarzt Alexander Bülsing am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Gemeinschaftspraxis Bülsing hat die Routinetests für die Erzieherinnen im Kindergarten durchgeführt. Alexander Bülsing betont: „Wir haben den Abstrich erst am Donnerstag, 1. Oktober, durchgeführt. Schon am nächsten Tag war die Probe im Labor.“

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Der Mediziner hat auch eine Erklärung dafür, wie das falsche Datum in die behördliche Verordnung gelangt ist. „Der Abstrich erfolgte in den vorangegangenen Wochen im dienstags. In der letzten Woche aber wurde der Abstrich ausnahmsweise an einem Donnerstag entnommen.“ Auf diese Weise habe das Missverständnis wohl Einzug in die Akten gehalten.

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